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| 18:36 Uhr

Update: Feuerwehreinsatz
B 87 bei Langengrassau wegen Waldbrand gesperrt

 Zwar konnte das Feuer an der B 87 aufgehalten werden, die Löscharbeiten gestalten sich jedoch weiterhin schwierig, da die Feuerwehrleute den Wald nicht betreten können.
Zwar konnte das Feuer an der B 87 aufgehalten werden, die Löscharbeiten gestalten sich jedoch weiterhin schwierig, da die Feuerwehrleute den Wald nicht betreten können. FOTO: dpa / Christian Pörschmann
Langengrassau. Aufgrund eines Feuerwehreinsatzes musste bereits am Mittwochabend die Bundesstraße 87 im Landkreis Dahme-Spreewald voll gesperrt werden. Zur Brandbekämpfung soll auch ein Löschhubschrauber eingesetzt werden. Von Carmen Berg und Frank Hilbert

Aufgrund eines Feuerwehreinsatzes musste bereits am Mittwochabend die Bundesstraße 87 bei Langengrassau voll gesperrt werden. Wie die Leitstelle Brandenburg und die Polizeidirektion West übereinstimmend auf RUNDSCHAU-Nachfrage am Donnerstag bestätigten, ist die B 87 zwischen Langengrassau und dem Abzweig nach Altsorgefeld  gesperrt. Der Grund: Hier stehen mehrere Hektar Wald in Flammen. Der Regen am Donnerstag war in diesem Gebiet so gering, dass er für die Feuerwehr nicht die erhoffte Unterstützung brachte, erfuhr die RUNDSCHAU am Abend. Zur Brandbekämpfung soll ein Löschhubschrauber eingesetzt werden, auf den die Kameraden am Abend noch wartetne. Ortskundige Autofahrer sollten das Gebiet weiträumig umfahren.

Nach Angaben der Kreisverwaltung Teltow-Fläming sind seit dem späten Mittwochnachmittag 20 Hektar munitionsbelastete Fläche im Gebiet der Rochauer Heide betroffen. In Flammen stehen derzeit etwa fünf Hektar. Informationen des Amtes Dahme/Mark zufolge war im Laufe des Vormittages der Kampfmittelräumdienst des Landes Brandenburg vor Ort. Demnach gilt das angrenzende Gebiet als Verdachtsfläche mit chemischen Munitionsresten. Es gilt daher ein absolutes Betretungsverbot – auch im Brandfall. Aus diesem Grund hatte die Einsatzleitung einen Löschhubschrauber zur Brandbekämpfung aus der Luft angefordert. In Kemlitz wurde eine Löschwasserbefüllstation aufgebaut.

Die Feuerwehren des Amtes Dahme erhalten bei den Löscharbeiten Unterstützung von Nachbarwehren. Insgesamt waren am Mittwochabend laut Kreisverwaltung Teltow-Fläming rund 80 Einsatzkräfte vor Ort. Auch die Luckauer Feuerwehr rückte mit zwei Tanklöschfahrzeugen aus. Die Verpflegungseinheit des DRK-Ortsverbandes Dahme hilft bei der Versorgung der Einsatzkräfte.

Wie Dahmes Amtsbrandmeister Karsten Schmidt mitteilt, waren viele der Dahmer Kameraden zuvor bereits beim Waldbrand in Jüterbog im Einsatz gewesen.

Am Donnerstagvormittag vermeldete das Amt Dahme, dass der Brand bislang an der B 87 aufgehalten und ein weiteres Ausbreiten verhindert werden konnte. Die Löscharbeiten gestalten sich jedoch weiterhin schwierig, da die Feuerwehrleute den Wald nicht betreten können.>" src="/js/tiny_mce/plugins/irnotes/img/note.png"> Immer wieder seien Detonationen zu hören, heißt es. Die Lage werde trotzdem als „vorsichtig optimistisch“ eingeschätzt. Der Ort Altsorgefeld sei weiterhin nicht in Gefahr.

Die Kreisverwaltung Teltow-Fläming verweist darauf, dass im Laufe des Tages wieder mit stärkerer Rauchentwicklung zu rechnen sein wird. Die Anlieger werden weiter gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und den Aufenthalt im Freien auf das nötige Maß zu beschränken. Die Fläming-Skate könne ohne Einschränkungen genutzt werden. Geschlossen blieb am Donnerstag das Freibad im Dahmer Ortsteil Wahlsdorf, weil die Badmitarbeiter als Feuerwehrleute zum Löscheinsatz ausgerückt sind.

Auch in Byhlen (Dahme-Spreewald) war es am Donnerstagmittag zu einem Flächenbrand auf etwa einem Hektar gekommen. Zwölf Fahrzeuge aus dem Amt Lieberose und Lübben waren hier im Einsatz. Die Feuerwehrleute bekamen den Brand schnell unter Kontrolle. Am Nachmittag konnte Entwarnung gegeben werden. Das Feuer war gelöscht.