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| 02:47 Uhr

Automat gesprengt – Filiale bleibt zu

Die Commerzbank-Filiale bleibt vorerst geschlossen.
Die Commerzbank-Filiale bleibt vorerst geschlossen. FOTO: H. Kuschy
Luckau. Kunden der Luckauer Commerzbank-Filiale stehen seit dem gestrigen Montag vor verschlossener Tür. Durch die Sprengung des Geldautomaten in der Nacht zum Sonntag ist der Eingang völlig verwüstet. Die Polizei sucht nach den Tätern und bittet Anwohner, mit Hinweisen zu helfen. Hannelore Kuschy

Der Eingang der Commerzbank-Filiale an der Luckauer Karl-Marx-Straße ist total verwüstet. Der Automat ist zu Schrott gesprengt, seine Verkleidung, Glassplitter, Metallteile, Papier liegen im gesamten Raum verstreut, der ansonsten für die Kunden stets geöffnet ist. Beschädigt wurde bei diesem Anschlag in der Nacht zum Sonntag auch der benachbarte Ein- und Auszahlautomat, der dem enormen Druck offenbar nicht standhalten konnte. Erneuert werden muss augenscheinlich auch die Decke des Raumes. Bis alles wieder seinen gewohnten Gang gehen kann, werden voraussichtlich noch Tage vergehen. Wie Matthias Paulokat, Sprecher der Commerzbank, erklärt, werde jedoch an einer übergangsweisen Lösung gearbeitet, denn der gewohnte Eingang zur Filiale bleibt vorerst geschlossen. Zu Details beziehungsweise zur Höhe des Schadens machte er keine Angaben. Die Polizei schätzt, dass der angerichtete Sachschaden in die Tausende Euro geht. Ob beziehungsweise wie viel Geld erbeutet wurde, könne derzeit nicht gesagt werden, so die Polizei. Erst im Sommer vergangenen Jahres war diese Bankfiliale umgebaut worden.

Die unmittelbar nach Auslösung des Alarms eingeleitete Fahndung in der Stadt, auf Fernstraßen und Autobahnen brachte bislang keinen Erfolg. Selbst Hubschrauber seien beim nächtlichen Einsatz erfolglos geblieben. Wie Polizeisprecherin Ines Filohn auf Nachfrage mitteilt, waren Kriminalisten vor Ort und haben akribisch Spuren gesichert, auch Experten des Landeskriminalamtes, die sich mit Sprengstoff befassen, hätten sich ein Bild vom Ausmaß des Anschlags in der Filiale gemacht. Nach Angaben der Pressesprecherin haben die Täter in der Nacht von Samstag zu Sonntag ein Sauerstoff-Gas-Gemisch in den Automaten geleitet, um ihn zu sprengen. Bei der Untersuchung durch die Polizei seien Gasflaschen sichergestellt worden, die offenbar durch die Täter zurückgelassen wurden.

Der Angriff auf die Luckauer Bankfiliale war in diesem Jahr nicht der erste in der Region. Wie Ines Filohn sagt, wurden Automaten im März in Kolkwitz und im August in Tauer im Spree-Neiße-Kreis gesprengt. Wenn auch derzeit kein Zusammenhang zu erkennen sei, könne ihn die Polizei dennoch nicht ausschließen.

Zum Thema:
Die Polizei geht davon aus, dass Anwohner der Luckauer Karl-Marx-Straße in der Nacht zum Sonntag Verdächtiges bemerkt haben könnten. Zu vermuten ist, dass die Sprengung des Geldautomaten zu hören war. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, die Polizei, Telefon 0355 49371227, zu verständigen. Hinweise nimmt auch jeder Revierpolizist oder jede andere Dienststelle entgegen.