(bkh) Im Sommer 2017 entdeckte der polnische Maler und Innenarchitekt Piotr Kolano die Dahmer Galerie „Kunstpause“. Mit Block und Zeichenkohle stand er vor dem Dahmer Kloster. So fiel er dem Dahmer Maler Hartmut Fischer auf. „Es war ein heißer Sonntag und die Galerie war geöffnet. Ich sah einen Mann dort stehen, er hatte etwas in der Hand und guckte immer wieder zum Rathaus“, erinnert er sich. Etwas später kam Piotr Kolano in die Galerie. Dieser ersten Begegnung sollten noch weitere folgen.

Der polnische Maler arbeitete im Sommer vor zwei Jahren als Saisonarbeiter in der Spreewaldkonserve. „In der Freizeit, an den Wochenenden war Zeit für die Kunst“, so Kolano. Mit Zeichenblock und Kohle im Gepäck unternahm er Ausflüge nach Luckau, Dahme, Golßen und Jüterbog. Denn die historische Architektur übt auf ihn einen besonderen Reiz aus. „Sie ist überall in Städten dominierend, das spiegelt sich wider in den Kirchen, Rathäusern, Türmen und anderen Bauwerken“, sagt der 60-Jährige. Auch in anderen Städten Deutschlands, in Amsterdam und dem französischen Bagnols hat er mit Kohle, Pinsel oder Pastellstift derartige Motive festgehalten.

Mit seinen Arbeiten und der Zeichnung vom Dahmer Rathaus kam er erneut in die Dahmer Galerie, ein reger Austausch mit Kerstin Heinze, Torsten Biet und Hartmut Fischer entstand. Besonders beeindruckend sei für sie, dass Piotr Kolano stets im Freien zeichne „und das in einer perfekten Technik“. Obwohl der polnische Kollege inzwischen im thüringischen Blankenhain wohnt und arbeitet, riss der Kontakt nicht ab und es entstand die Idee zur Ausstellung in der Galerie. Unter dem Titel „Notizen meiner Reisen“ sind jetzt 52 Arbeiten von ihm zu sehen. Neben den Stadtansichten mit markanten Gebäuden aus der Region auch solche aus Jena, Erfurt, Saalfeld, Dresden und weiteren Städten. Aquarelle und Softpastell-Bilder zeigen Landschaften, darunter auch einige aus der Region.

Zu betrachten ist die Ausstellung in der Galerie „Kunstpause“ in der Dahmer Hauptstraße 53 bis zum 25. September: mittwochs von 10 bis 12 Uhr und an jedem Samstag im September von 14 bis 17 Uhr.