Daraufhin hatte Kämmerer Thomas Rohr eine Haushaltssperre für den diesjährigen Etat der Gemeinde verhängt.
Diese Haushaltssperre ist nun mit dem Beschluss des Nachtragshaushaltes 2003 aufgehoben. Der neue Etat umfasst aber nicht nur die zusätzlichen Ausgaben für die Heizung, sondern ist durch eine Reihe weitere Änderungen auf der Einahmen- und Ausgabenseite in die Höhe geschnellt.
Vor allem der Vermögenshaushalt ist auf beiden Seiten um etwa 150 000 Euro angewachsen. Hauptpunkt ist der touristische Wegebau zwischen Schlabendorf und Egsdorf. Dieser schlägt mit reichlich 105 000 Euro zu Buche, wie Thomas Rohr den Gemeindevertretern auf ihrer letzten Sitzung erläuterte. Die Fertigstellung des Radwegs innerhalb der Ortschaft erhöht den Investitionshaushalt um weitere 10 000 Euro. Ebenfalls Niederschlag findet eine Beteiligung an der durch den Investitionsträger Görlsdorf gebauten Straße Richtung Garrenchen. Hier müssen 2800 Euro eingeplant werden. Diese investiven Ausgaben im Vermögenshaushalt sind durch die Rücklagen der Gemeinde gedeckt.
Aber auch im Verwaltungshaushalt ergeben sich einige Änderungen. Wie alle anderen Gemeinden bekommt auch Schlabendorf den Sparkurs des Landes Brandenburg zu spüren. Die Schlüsselzuweisungen sinken um 10 000 Euro. „Das wird teilweise kompensiert durch eine geringere Kreis- und Amtsumlage“ , erläutert Thomas Rohr. Diese sinken um etwa 7500 Euro. Gleichzeitig muss aber auch im Schul- und Kitabereich noch Geld draufgelegt werden. Mehrausgaben von 3200 Euro kommen auf die Gemeinde zu.
Dadurch wächst die Lücke im Verwaltungshaushalt. Statt 6000 Euro ist nun mit einer Deckungslücke von etwa 20 000 Euro zu rechnen. „Es gibt weitere Sparpotenziale im freiwilligen Aufgabenbereich“ , so Thomas Rohr. Diese wollen die Gemeindevertreter aber nicht aufgreifen. Immerhin befinden sich darunter die Anwaltskosten für die Klage gegen die Eingemeindung, sowie die Seniorenbetreuung und das Dorffest. „Ich weiß nicht, ob die Kommunalaufsicht diesem Haushalt zustimmt“ , gibt der Kämmerer zu bedenken.
Um den Haushalt ausgeglichen zu halten, müssen 42 000 Euro statt der bisher eingeplanten 19 000 Euro aus den Rücklagen entnommen werden. Ein Fragezeichen bleibt nur hinter der Kinderbetreuung. Sollte das Kita-Gesetz des Landes Brandenburg in Kraft treten, müssten die Eltern für die Betreuung der 0 bis 3-Jährigen in Zukunft selber aufkommen.