| 12:04 Uhr

B 102
Mitte März rücken die Bagger an

Vor der Einmündung Luckenwalder Straße beginnt der nächste Bauabschnitt an der Dahmer Ortsdurchfahrt.
Vor der Einmündung Luckenwalder Straße beginnt der nächste Bauabschnitt an der Dahmer Ortsdurchfahrt. FOTO: Carmen Berg / LR
Dahme. Der Ausbau der Dahmer Ortsdurchfahrt geht in die nächste Runde. Neun Monate Bauzeit geplant.

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt der B 102 wird fortgesetzt. Am 19. März rücken die Bagger an. Das hat das beauftragte Unternehmen Wolff & Müller am Dienstagabend während einer Anliegerversamlung angekündigt. Die Firma hat mit der Baustelle Erfahrung, sie hatte bereits die vergangene Etappe im  Zentrum realisiert.

Gebaut wird in zwei Abschnitten. Der erste beginnt vor der Einmündung Luckenwalder Straße und führt bis an die Einmündung Baruther Straße. Er soll bis zum 16. August fertig sein. Weiter geht es  von der Einmündung Baruther Straße bis zur Einmündung Herzberger Straße. Der Abschluss ist für den 20. Dezember vorgesehen.

Zum Baustart wird die Einmündung Luckenwalder Straße voll gesperrt, später dann die Einmündung Herzberger Straße. Die Strecke zwischen diesen beiden Punkten bleibt während der gesamten Bauzeit dicht. Auf rund 365 Metern Länge werden die Fahrbahn und die Gehwege neu ausgebaut sowie Regen- und Schmutzwasserkanäle, eine Trinkwasserleitung, Hausanschlüsse fürs Trink- und Schmutzwasser und Stromkabel verlegt. Außerdem wird die Straßenbeleuchtung erneuert.

Wie das später aussieht, lässt sich an den fertigen Abschnitten erkennen. Die Fahrbahn wird asphaltiert, die Gehwege mit Bord bekommen in der Mitte ein Laufband aus Platten, das links und rechts von Mosaikpflaster begrenzt ist. Die Fahrbahnbreite bleibe bestehen, heißt es vom Landesbetrieb für Straßenwesen, der für die Ortsdurchfahrt der Bauherr ist. Partner für die Seitenbereiche ist die Stadt.

Ein Knackpunkt ist die Engstelle am Vogelturm. Anwohner beklagen den Lärm der Laster und auch Brummis, die rücksichtslos auf den Gehweg ausweichen. Die Ursprungsidee eines Gehweges außen um den Turm, wodurch die Straße noch schmaler würde, sei fallengelassen worden, beruhigte Bauamtsleiterin Christina Denkel. Außerdem soll es hinter dem Turm auf beiden Seiten ein Geländer geben, sagte sie. Im Bereich der Einmündungen Herzberger und Baruther Straße regten Anwohner eine Ampelregelung an. „Laster mit Auflieger aus Richtung Herzberg kollidieren mit denen aus Richtung Baruth“, sagte die Bewohnerin des Eckhauses an der Herzberger Straße, das schon häufiger von Lastern beschädigt wurde. Stadt und Baubetrieb wollen das Anliegen in die Beratungen mit allen Partnern mitnehmen. Doch die Entscheidung liege bei der Straßenverkehrsbehörde Teltow-Fläming, so Christina Denkel.

Im Zuge der Arbeiten werden Grundstücke mit dem Auto nur eingeschränkt erreichbar sein, ein Durchkommen zu Fuß werde gewährleistet. Thomas Lehnert vom Unternehmen Wolff & Müller bat jedoch darum, sich vorsichtig auf der Baustelle zu bewegen und darauf zu achten, dass sie kein Spielplatz für Kinder ist. Mülltonnen können vor die Tür gestellt werden, der Baubetrieb übernimmt den Abtransport zu einem Sammelplatz. Darüber hinaus können Anliegen jederzeit mit der Firma vor Ort besprochen werden, die ihr Baubüro in der früheren Apotheke am Rathaus hat.

Der überörtliche Verkehr muss sich auf Umwege einstellen. Für den ersten Bauabschnitt wird der Verkehr aus Richtung Luckau über die B 87 und Hohenbucko umgeleitet, für den letzten Bauaschnitt führt eine westliche Umleitung von Hohenseefeld über Niebendorf, Gebersdorf nach Dahme.