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Auf Schatzsuche zwischen Dahmer Denkmalen

Die Linstädt-Kinder an ihrem Stand vor dem Speicher.
Die Linstädt-Kinder an ihrem Stand vor dem Speicher. FOTO: be
Dahme. Der Technik- und Heimatverein lädt zum Antikmarkt mit fast 60 Ständen sowie zu einer Zeitreise in den Kornspeicher ein. Carmen Berg

Zwischen Schlossruine und Kornspeicher gehen zahlreiche Gäste am Sonntag auf Schatzsuche. Zum achten Mal hat der Technik- und Heimatverein, der sich für dien Erhalt und die Nutzung des Fachwerkspeichers aus dem Jahr 1724 engagiert, am Denkmaltag zum Antik- und Trödelmarkt eingeladen. Auch die Gebersdorferinnen Antje und Astrid Kreczinsky bummeln an den knapp 60 Ständen entlang und werden bei Händler Wilfried aus Schulzendorf fündig. Antje Kreczinsky ersteht eine Rechenmaschine von 1960 sowie ein Zeichenbrett für ihr Hobby, das Zeichnen von Tieren. "Der Weg zum Markt ist sehr gut ausgeschildert", lobt sie. Der Händler aus Rand-Berlin schätzt am Dahmer Markt "das schöne Umfeld und die nette Atmosphäre". Direkt neben dem Speicher verkaufen die Kinder der Familie Linstädt aus Prensdorf Bekleidung und Spielzeug, das sie nicht mehr brauchen. Kevin (16) trennt sich von seiner Bassgitarre. "Ich wollte mal Spielen lernen, jetzt hat ein anderer vielleicht Freude daran", hofft er. Die Linstädts sind zum dritten Mal als Trödler in Dahme dabei. "Es ist nicht weit und deshalb eine gute Gelegenheit", sagt Mutter Marlen Linstädt.

Wohl die meisten Marktbesucher werfen einen Blick in den Speicher, wo der Verein seine Sammlung von Mopeds und Motorrädern zeigt. Zu sehen sind auch eine historische Schlosserei sowie alte Tankstellentechnik. Im ersten Obergeschoss kommen Fans der Dahmer Kleinbahn auf ihre Kosten bei einem Vortrag des Berliner Eisenbahnhistorikers Wolf-Dietger Machel. Der Dahmenser Bernd Fuchs steuert dazu eigene Bilder und Ausstellungsstücke bei. Solcherart Ausflug in die Geschichte der Flämingstadt anlässlich des Antikmarktes ist neu. "Wir denken daran, etwas Ähnliches nächstes Jahr wieder zu machen", sagt Vereinsvorsitzender Marco Dastig. Er und seine Mitstreiter bekommen viel Lob. "Es ist toll, was der Verein aus dem alten Speicher gemacht hat", sagt Besucher Ulf Wunderlich. Offen bleiben hingegen manche Gästefragen zur Schlossruine. Führungen wären gut, so ein mehrfach geäußerter Wunsch für 2018 an die Stadt