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| 15:14 Uhr

Ausbildung
Vorstoß bei Ausbildung: Schule trifft Wirtschaft in Luckau

Geschäftsführer Ralf Zimmermann (l.) präsentiert den Teilnehmern des Arbeitskreises „Schulewirtschaft“ sein Unternehmen in Luckau.
Geschäftsführer Ralf Zimmermann (l.) präsentiert den Teilnehmern des Arbeitskreises „Schulewirtschaft“ sein Unternehmen in Luckau. FOTO: Andreas Staindl
Luckau/Lübben. Firmen brauchen Nachwuchs, Schüler Ausbildungsbetriebe. Arbeitskreis bringt beide Seiten zusammen. Von Andreas Staindl

Die einen haben Wünsche, die anderen Anforderungen an ihre künftigen Fachkräfte. Der Arbeitskreis „Schulewirtschaft“ bringt im Landkreis Dahme-Spreewald Lehrerinnen und Lehrer, die an ihren Schulen für die Berufsorientierung zuständig sind, mit Unternehmen und Partnern der Wirtschaft an einen Tisch. Ein erstes Arbeitstreffen gab es schon zu Jahresbeginn, das zweite fand in dieser Woche in Luckau statt.

Ziel der Gespräche ist es, Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft zu knüpfen, bestehende Beziehungen zu intensivieren. „Wir wollen den Kontakt anschieben, Schule und Wirtschaft zusammenbringen und den Austausch fördern“, sagt Christine Carstensen, regionale Koordinatorin für den Landkreis Dahme-Spreewald im Arbeitskreis. „Beide Seiten haben Vorstellungen, wissen aber oft zu wenig voneinander. Wir wollen uns gemeinsam Bedarfe erarbeiten und schauen, was für die Schulen und was für die Unternehmen wichtig ist“, erklärt die Koordinatorin.

Liane Lehmann freut sich darauf. Die Lehrerin in der Grund- und Oberschule „Schenkenland“ in Groß Köris hofft auf Impulse durch den Arbeitskreis: „Wir haben zwar gute Erfahrungen mit Arbeitgebern in unserer Region gemacht, wollen aber, dass unsere Schülerinnen und Schüler auch mal über den Tellerrand hinausschauen. Es gibt auch im Süden des Landkreises Dahme-Spreewald zahlreiche Firmen, die für unsere Jugendlichen interessant sein könnten. Das wollen wir stärker für die Berufsorientierung nutzen“, sagt die Pädagogin.

Die im Arbeitskreis gewonnenen Erkenntnisse möchte sie in den Unterricht einfließen lassen. „Wir wollen Schülerinnen und Schüler optimal auf das Berufsleben vorbereiten“, sagt Liane Lehmann. „Das geht am besten, wenn wir wissen, was die Firmen von ihrem künftigen Nachwuchs erwarten, und was sich die Jugendlichen für ihre Ausbildung wünschen. Diese Dinge müssen regelmäßig aktualisiert werden. Die Arbeitstreffen sind dafür eine gute Plattform.“

Geplant ist, dass sich zu Beginn jedes Treffens ein Unternehmen vorstellt. Den Auftakt hat jetzt die Firma Glas- und Industriereinigung Zimmermann in Luckau gemacht. Geschäftsführer Ralf Zimmermann und Detlef Schattmann präsentierten ihr Unternehmen. Seit 28 Jahren am Markt – in der Region, aber auch in Berlin und Cottbus tätig – kümmern sich inzwischen etwa 400 Mitarbeiter um rund 1000 Kunden. Die Firma bietet Ausbildungsplätze für Gebäudereiniger/innen und Bürokaufleute an. Die Unternehmensvertreter erläuterten, wie bei ihnen die Ausbildung organisiert ist und auch, was ihnen bei Bewerbern um die Lehrstellen wichtig ist.

Im Arbeitskreis „Schulewirtschaft“ engagieren sich zahlreiche Partner wie die Wirtschaftsfördergesellschaft Dahme-Spreewald. die Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg, die Agentur für Arbeit Cottbus, das Bildungsbüro des Projekts „Bildung integriert“ im Landkreis, die Handwerkskammer sowie die Industrie- und Handelskammer in Cottbus und andere Akteure.

Die Berufsorientierung im Übergang von der Schule zum Beruf soll Thema der ersten Bildungskonferenz am 17. Oktober in LDS sein.