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| 17:19 Uhr

Jugendarbeit beim CVJM
Der alte Neue beim CVJM

Tobias Laurisch ist neuer Sozialarbeiter beim Christlichen Verein Junger Menschen in Luckau.
Tobias Laurisch ist neuer Sozialarbeiter beim Christlichen Verein Junger Menschen in Luckau. FOTO: LR / Anja Brautschek
Luckau. Tobias Laurisch ist neuer Mitarbeiter für Jugendarbeit. Den Verein kennt er seit seiner Jugend. Von Anja Brautschek

Tobias Laurisch ist kein unbekanntes Gesicht beim Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) in Luckau. Und doch arbeitet er erst seit wenigen Tagen dort. Er ist der neue Mitarbeiter und zuständig für den offenen Jugendtreff und Projektarbeit. Die Einrichtung kennt er jedoch bereits aus seiner eigenen Kindheit.

„Der CVJM hat mein Leben geprägt“, sagt Tobias Laurisch. Mit zwölf Jahren hat er den offenen Jugendtreff das erste Mal besucht. Seine Schwester hat ihn damals mitgenommen. Von Anfang an war er von dem Angebot begeistert, hat seitdem regelmäßig in seiner Freizeit den CVJM besucht. „Die Gemeinschaft ist total toll. Hier erfährt man Wertschätzung“, erzählt er. Schnell habe er Anschluss gefunden und einen Freundeskreis aufgebaut. Im CVJM haben er und seine Freunde ihre Freizeit verbracht, gemeinsam abgehangen und Neues ausprobiert. „Die Mitarbeiter haben uns motiviert, auch wenn wir mal Fehler gemacht haben“, beschreibt er. An ein Schlüsselerlebnis erinnert sich der 28-Jährige dabei besonders. Im Rahmen einer 48-Stunden-Aktion war er für das Schneiden der Hecke verantwortlich. Das ist jedoch missglückt. Statt einer geraden Schnittkante gabe es einen großen Bogen in der Hecke. „Der Mitarbeiter hat aber nicht einmal geschimpft. Im Gegenteil: Er hat sich Zeit genommen und mir die richtige Technik gezeigt.“

Es sind vermeintlich banale Kleinigkeiten, und doch haben sie die berufliche und persönliche Zukunft von Tobias Laurisch entscheidend geprägt. „Diese Erlebnisse haben mich stark beeinflusst. Ohne sie wäre ich vielleicht nie zur Sozialen Arbeit gekommen“, sagt er. Seine positiven Erfahrungen beim CVJM will er mit anderen teilen. Sein Ziel ist es daher, dieses Gefühl der Gemeinschaft und das Fürsprechen an die heutige Jugend weiterzugeben. Zunächst konnte er sich dabei als Ehrenamtlicher bei den jährlichen Fahrten des CVJM beweisen. Aus dieser Leidenschaft heraus wollte sich Tobias Laurisch dann aber auch beruflich verwirklichen.

Aus diesem Grund hat er Gemeindepädagogik in Berlin studiert und später einen Masterabschluss in „Leitung, Bildung Diversität“ mit Schwerpunkt soziale Arbeit rangehängt. Nach dem Studium wieder nach Luckau zurückzukehren, stand für Tobias Laurisch recht schnell fest. „Ich bin sehr heimatverbunden und fühle mich wohl in Luckau“, sagt er.

Und doch: Als seine Vorgängerin Johanna Eilzer im vergangenen Jahr den CVJM verlassen hat, trat er nicht sofort in ihre Fußstapfen. Nach zehn Jahren Arbeit im Vorstand und unzähligen Stunden als Ehrenamtlicher beim CVJM wollte er zuvor auch andere Möglichkeiten austesten. „Ich war außerdem dabei, eine Familie zu gründen. Mir war bewusst: Wenn ich Sozialarbeiter beim CVJM werde, dann möchte ich vollkommen dahinter stehen.“

Nach einigen Monaten Pause vom CVJM ist Tobias Laurisch nun als zweiter Mitarbeiter zurück in Luckau. „Ich finde es einfach toll, die Jugendlichen beim Erwachsenwerden zu begleiten“, sagt er. Viele der Mädchen und Jungen besuchen vom Kindes- bis Erwachsenenalter regelmäßig den CVJM. Einige übernehmen mit den Älterwerden selbst freiwillige Aufgaben im Verein. Um die Einrichtung weiter aufzuwerten, hat Tobias Laurisch viele neue Ideen im Gepäck.

Mit dem neuen Schuljahr soll nach einigen Monaten Pause unter anderem wieder Hockey als zusätzlicher Sport angeboten werden. Auch ein Pfadfinder-Konzept wird derzeit erarbeitet. „Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche draußen sind und die Natur erleben. Das kommt im Alltag oft zu kurz“, sagt Tobias Laurisch. Er selbst hat einen Kletterschein und könnte das Konzept durch spannende Angebote erweitern. „Wir wollen bei den Kindern die Lust wecken, neue Sachen auszuprobieren“, erklärt er seine Vision für die Arbeit.