Von Anja Brautschek

Die Anwohner der Bergstraße in Gehren wollen Tempo aus ihrer Straße nehmen. Sie fordern die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone, auch Spielstraße genannt. Zum Hauptausschuss der Gemeinde Heideblick am Montagabend haben sie ihr Anliegen vorgetragen.

Die Straße ist ihren Ausführungen zufolge so schmal, dass entgegenkommende Fahrzeuge ausweichen müssen. Auch Fuß- und Radwege gibt es nicht. Vor allem für Kinder sei das eine Gefahr. Sie nutzen die Straße täglich als Schulweg und für Freizeitaktivitäten. Bereits vor rund zwei Jahren wurde in der Straße deshalb die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer herabgesenkt. Doch das Tempolimit hat nicht den erhofften Erfolg gebracht. „Viele Autofahrer halten sich nicht daran. Es wird schneller gefahren als erlaubt“, berichten die Anwohner. Für ihre Forderung haben sie bereits eine Unterschriftensammlung mit rund 30 Unterschriften zusammengetragen. Auch der Ortsbeirat unterstützt das Anliegen.

Knackpunkt ist insbesondere der Kreuzungsbereich zur Grünswalder Straße und die Linkskurve in Richtung Schloss. Beides sei für Verkehrsteilnehmer nur schlecht einsehbar. „Eine verkehrsberuhigte Zone würde die Straße deutlich sicherer machen“, sind die Gehrener überzeugt. Das Ordnungsamt der Gemeinde will nun bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald prüfen lassen, ob die Bergstraße die Voraussetzungen dafür erfüllt.

Falls nicht, schlagen die Anwohner vor, ein zusätzliches Tempo-30-Schild im hinteren Bereich der Straße aufzustellen. Felder auf beiden Seiten der Straße erwecken fälschlicherweise den Eindruck, dass das Tempolimit vorbei ist und verlocken Autofahrer zum schnelleren Fahren. „Das Aufbringen von Warnschildern auf dem Pflaster würde noch mehr Aufmerksamkeit bringen“, sagt eine Anwohnerin. Auch das Aufstellen von Verkehrsspiegeln im Kreuzungsbereich regen sie an, um die Gefahren weiter zu minimieren. Beide Ideen will das Ordnungsamt ebenfalls prüfen und sich in der Bergstraße ein Bild von der Situation machen.