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Ansporn für Fürstlich Drehna

Übergabe des neuen Ortsschildes in Fürstlich Drehna (v.l.): Wolfgang Luchmann (Vorsitzender Stadtverordnetenversammlung Luckau), Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos), Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD), Ortsvorsteherin Annegret Haupt und Marco Beckendorf von der AG Historische Dorfkerne.
Übergabe des neuen Ortsschildes in Fürstlich Drehna (v.l.): Wolfgang Luchmann (Vorsitzender Stadtverordnetenversammlung Luckau), Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos), Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD), Ortsvorsteherin Annegret Haupt und Marco Beckendorf von der AG Historische Dorfkerne. FOTO: dfh
Fürstlich Drehna/Hohenseefeld. Neue Schilder werden bald die Ortseingänge von Fürstlich Drehna (Stadt Luckau) und Hohenseefeld (Niederer Fläming) zieren. Der Grund: Am Mittwoch hat Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) die weißen Hinweistafeln mit der Aufschrift "Historischer Dorfkern" übergeben. Daniel Friedrich / dfh

Sie ergänzen künftig an den Einfallstraßen die bekannten Ortseingangsschilder in gelb. Damit gehören beide Dörfer nun auch für alle Besucher deutlich sichtbar zu der Gemeinschaft der Dörfer mit historisch erhaltenem Ortskern.

Mittlerweile gibt es 13 Mitglieder aus zehn Landkreisen in Brandenburg. Marco Beckendorf vom Vorstand der AG Historische Dorfkerne gratulierte zu der Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ländliche Dorfstrukturen und historische Bausubstanzen zu erhalten. "Unsere Einwohner haben durch ihr Engagement viel Weitsicht bewiesen. Die Bezeichnung ‚Historischer Dorfkern' ist für uns eine Auszeichnung und ein Ansporn, so weiterzumachen", sagte Fürstlich Drehnas Ortsvorsteherin Annegret Haupt. Auch Minister Vogelsänger lobte die Bemühungen beider Orte, die ehrenamtlichen Aktivitäten zu bündeln und das Interesse an historischen Bauten zu wecken. Er selbst habe schon privat in Fürstlich Drehna übernachtet, ließ er wissen. "Und das mache ich nicht überall", fügte er hinzu.

Fürstlich Drehna stand bis zur politischen Wende am Rande eines Braunkohle-Tagebauloches. In den vergangenen Jahren wurden etliche markante Gebäude im Ort saniert. Neben der erhaltenen historischen Dorfstruktur zieht Fürstlich Drehna mit seinem Wasserschloss, einer Brauerei sowie der Mühle und einer Motocross-Strecke jährlich tausende Besucher an. 2014 richtete der Ort das Brandenburger Dorf- und Erntefest aus.

Auch Hohenseefeld kann mit einer ersten Erwähnung im Jahr 1388 auf eine lange Historie zurückblicken. Zahlreiche gut erhaltene Bauerngehöfte mit alten Innenhöfen und Obstgärten lassen bis heute den Ursprung als Bauerndorf erkennen. Rund 40 Gewerbetreibende bieten derzeit ein gutes Arbeitsplatzangebot. Die Fläming-Skate sorgt zur warmen Jahreszeit für einen konstanten Gästestrom. Künftig soll in dem 400 Einwohner zählenden Hohenseefeld eine Elektro-Ladesäule errichtet werden, die vom Agrarministerium gefördert wird. Die Doppelladestation würde einen Beitrag zur Energiewende leisten und solle zunächst kostenlos Strom abgeben, so das Ministerium.

Zum Thema:
Auch die nächste Diskussionsrunde "LR vor Ort" wird sich Fürstlich Drehna und seinen Errungenschaften widmen. Unter dem Titel "Perle im Tourismus - Wie kann Fürstlich Drehna noch heller glänzen?" wollen wir mit Ihnen am Donnerstag, 21. September, um 18.30 Uhr ins Gespräch kommen. Der Veranstaltungsort wird demnächst bekanntgegeben. (dfh)