"Noch nie aber waren so viele Leute wie diesmal gekommen", sagte Bereichsleiterin Petra Lauschke. Es gab Kaffee, Kuchen und dazu viele Gespräche auf dem Balkon. "Ich bin überrascht, wie liebevoll wir empfangen wurden", erklärte Ruth Freiwald aus Herzberg. Sie hatte ihre Schwester besucht, die im Wohnpark lebt. Selbstverständlich seien solche Begegnungen für die Herzbergerin nicht. "Ohne den Fahrdienst der AWO hätte ich keine Möglichkeit gehabt, nach Glienig zu kommen", erzählte Ruth Freiwald.
Petra Lauschke sagte, dass die Einrichtung diesen Service gern anbiete. Sie nannte den Grund dafür. "Der Kontakt zu den Angehörigen ist uns sehr wichtig. Wir hoffen, auf diese Weise mehr über unsere Bewohner zu erfahren und ihr Verhalten besser zu verstehen." Dann nämlich könnten die Betreuer noch optimaler reagieren, wenn Bewohner beispielsweise zusammenhanglose Wortbrocken sprächen, erklärte Petra Lauschke.
Elisabeth Groschek aus Wildau war vom Wohnpark begeistert. "Ein wunderbares Heim, eine super Betreuung und ganz tolles Personal", lobte sie. "Ich bin sehr froh, dass mein Wolfgang hier sein darf. Er bekommt jede nur denkbare Hilfe." Seit sechs Jahren lebe ihr Sohn im Wohnpark. "Er fühlt sich hier sehr wohl und wurde nach schwerer Krankheit liebevoll aufgepäppelt", erzählte Elisabeth Groschek. Als "sehr angenehm" habe sie empfunden, "dass sich das Pflegepersonal so viel Zeit für uns Angehörige nimmt". Das Angehörigen-Treffen sei eine sehr gute Idee, sagte Ruth Freiwald. Das Vertrauen werde weiter gestärkt, so die Herzbergerin. "Wir Mitarbeiter haben wieder ein bisschen mehr über die Biografie unserer Bewohner erfahren, was sich positiv auf unsere Arbeit auswirken wird", ergänzte Petra Lauschke. Sie kündi gte an, dass es weitere Angehörigen-Treffen geben soll.