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| 09:07 Uhr

Anfang August erster Spatenstich am Skate

Amt Dahme. Dahme geht bald ans Netz von Europas längster Skater- und Radstrecke "Fläming-Skate". Beim Landkreis Teltow-Fläming hat man seit einigen Tagen die Zusage für den Bau des Abschnitts von Hohenseefeld über Ihlow und Niendorf nach Dahme vom zuständigen Ministerium Schwarz auf Weiß. Der Baustart ist für Anfang August vorgesehen. Noch in diesem Jahr soll die knapp zehn Kilometer lange Strecke fertig sein, so der kreisliche Baudezernent Detlef Gärtner. Carmen Berg


Die Ausschreibungen laufen. Ende Juli ist die Submission. Den Baustart werde man mit einem würdigen ersten Spatenstich vollziehen, so Baudezernent Gärtner. "Denn, was hinter uns liegt, war ein besonders harter Kampf". Zur Erinnerung: Von Beginn an war der Dahmer Raum eingebunden in das Fläming-Skate-Projekt, das mit Geldern von EU, Bund und Land gefördert wurde. Doch hatte sich die veranschlagte Finanzdecke dann als zu kurz erwiesen. Der Weiterbau des Weges von Hohenseefeld bis Dahme verzögerte sich. Galt es doch für den Landkreis, neue Förderchancen aufzutun. Man war bei den Dahmensern moralisch in der Pflicht. Landrat Peer Giesecke hatte mehrfach persönlich bekundet: Die Anbindung werde kommen.
Im April diesen Jahres stellte der Bund zunächst mündlich rund 900 000 Euro für die Weiterführung in Aussicht. Die Nuss, die es dabei zu knacken galt: Vom Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr werden eigentlich nur Radwege gefördert, die direkt entlang einer Bundesstraße verlaufen. Der Abschnitt im hiesigen Raum liege aber bis zu 1,5 Kilometern südlich der B 102, so Detlef Gärtner. Anliegerorte hatten sich für den Skate stark gemacht und schriftlich bekundet, dass stattdessen entlang der B 102 kein Radweg erforderlich wäre. Mit der nun dazu erzielten Einigung starte man quasi "ein Pilotprojekt", so Detlef Gärtner.
Angesichts allgemein knapper Kassen fürchteten die Anlieger bis zuletzt, der Skate könne der Geldnot zum Opfer fallen. Entsprechende Bedenken äußerte beispielsweise jüngst Ihlows Bürgermeister Werner Schröder im Dahmer Amtsausschuss. "Der Bau ist amtlich, wir haben das jetzt schriftlich", versichert Detlef Gärtner.
Wildau-Wentdorf: Termin noch offen Für die Weiterführung bis Wildau-Wentdorf seien die Planungen fertig und auch die Grundstücksangelegenheiten bis auf eine geregelt, so der Baudezernent. Die Anträge auf Fördermittel wie auch auf vorzeitigen Baubeginn seien gestellt. Man habe jedoch noch keine Rückmeldung, deshalb sei dieser Streckenabschnitt bislang auch noch nicht ausgeschrieben.
Der Weg nach Dahme wird zu den leichteren Strecken gehören. Anderswo, so zwischen Petkus und Ließen, hatten mehrere schwere Unfälle für Wirbel gesorgt. "Viele Leute überschätzen sich", glaubt Detlef Gärtner. Der Kurs sei nicht gefährlich, habe aber durchaus Abschnitte, "für die man das Skaten schon können muss."
Regelmäßig treffen sich in der für den Skate gegründeten Sicherheitspartnerschaft Polizei, Verkehrswacht, Deutsches Rotes Kreuz und Kreisverwaltung, um die Situation zu analysieren und darauf zu reagieren.
Zusätzliches für Sicherheit An sechs besonders abschüssigen Stellen, so auf dem Ließener Berg, werden zusätzlich zu vorhandenen Hinweisen große Warnschilder aufgestellt, sagt Detlef Gärtner. Zu den zusätzlichen Dingen, in die insgesamt nochmal 6000 Euro investiert werden, gehören auch Trennlinien, die in Kurven die Fahrbahn markieren und Zusammenstöße verhindern sollen. An Querungen, an denen keine Drängelgitter aufgestellt werden können, gibt es Warnschilder, die Autofahrern sagen: "Skater kreuzen". Zudem seien in den Karten schwierige Abschnitte markiert und Skateverleiher angewiesen, Ausrüstungen grundsätzlich mit Helm zu vergeben, selbst gegen den Wunsch des Kunden. "Die Sicherheit liegt uns am Herzen", betont Detlef Gärtner. Dass Skater wegen der Unfälle ausbleiben, fürchtet er aber nicht. "Wenn man bedenkt, was jährlich in den Skigebieten passiert, und die Menschen fahren immer wieder hin..."