Von Andreas Staindl

Es wird Zeit. Der Schulhof der Grundschule in Dahme ist alles andere als attraktiv. Zudem ist er schadhaft, weist Mängel auf. Der Amtsausschuss hatte schon im Frühjahr des vergangenen Jahres beschlossen, den Schulhof neu zu gestalten. Erste Planungsergebnisse liegen vor. Die Kosten der gesamten Maßnahme werden laut Verwaltung auf etwa 840 000 Euro geschätzt. Jetzt haben die Mitglieder des Amtsausschusses die Schulhofgestaltung im Rahmen der zur Verfügung stehenden Fördermittel des Förderprogramms „Kleine Städte und Gemeinden“ befürwortet. Die notwenigen finanziellen Mittel sollen in den Haushalten 2020 und 2021 bereitgestellt werden.

Iris Schulze (LandLeben) ist froh, dass Bewegung in das Projekt kommt. „Die Kinder warten seit vielen Jahren auf die Umgestaltung ihres Schulhofs“, sagt sie. „Wir sollten ihnen zuliebe das viele Geld in die Hand nehmen und das Vorhaben jetzt umsetzen.“

Dass dafür fast eine Million Euro nötig sind, hat laut Amtsdirektor David Kaluza (parteilos) mit der Größe des Schulhofs zu tun. Diese betrage das Dreifache wie für Grundschüler vorgesehen. „Das ist schon Luxus, und der kostet halt“, sagt der Verwaltungschef.

Wie die Bauamtsleiterin Christina Denkel erklärt, wird die Maßnahme so geplant, dass die beiden separaten Schulhöfe unabhängig voneinander umgestaltet werden können: „Es gibt jedoch ein Gesamtkonzept.“ Das Augenmerk liegt der Verwaltung zufolge auf der Sanierung und Aufwertung der Pausenhöfe, der Einfriedung des Schulgeländes sowie der Neuordnung des Parkplatz- und Busstellenbereiches vor dem Schulgelände an der Baruther Straße.

Die Größe der Fläche von 12 600 Quadratmetern sowie die zahlreichen, festgestellten Mängel würden zu den hohen Kosten für das Projekt führen. Es soll versucht werden, die Maßnahmen auf das Notwendige zu reduzieren.

Frank Schüler (parteilos) befürwortet die Umgestaltung: „Wir sind uns wohl alle einig, dass wir für unsere Kinder etwas tun müssen. Doch die Verzögerungen hätten vermieden werden können. Das ganze Projekt ist durch die Diskussion um den Schulträger ins Stocken geraten. Wir Mitglieder des Amtsausschusses wussten lange nicht, in welche Richtung die Überlegungen gehen“, sagt Frank Schüler. Der Amtsausschussvorsitzende Thomas Willweber (Freie Wähler) bestätigt das: „Wir hatten das Vorhaben tatsächlich zurückgestellt, weil die Stadt Dahme überlegt hatte, wieder Träger der Schule zu werden.“ Das ist inzwischen vom Tisch, und der Amtsausschuss treibt die Schulhofgestaltung der Grundschule in Dahme voran. „Das Projekt nimmt jetzt wieder Fahrt auf“, sagt David Kaluza.