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| 02:50 Uhr

Amt Unterspreewald beschließt Haushalt

Golßen. Der Haushalt 2015 des Amts Unterspreewald ist beschlossen. Die Mitglieder des Amtsausschusses haben der Haushaltssatzung während ihrer Sitzung zugestimmt. Andreas Staindl / asd

Der Ergebnishaushalt ist nicht ausgeglichen. Er wird durch Entnahme aus der Rücklage ausgeglichen. Der Gesamtbetrag der allgemeinen Amtsumlage wird auf dem Vorjahresniveau gehalten. Der Prozentsatz der allgemeinen Amtsumlage steigt dennoch von 37,8 auf 39,72.

Über das von der Verwaltung vorgelegte Zahlenwerk gab es weitestgehend Konsens unter den Amtsausschussmitgliedern. Einzig über die Anschaffung eines Schredders für den Bauhof des Amts wurde intensiv diskutiert. 30 000 Euro kostet ein neues Gerät wie Jens-Hermann Kleine (CDU) sagt. Das Amt würde laut dem Verwaltungschef jährlich bis zu 2500 Euro sparen, wenn es den sogenannten Hacker kauft und nicht bei Bedarf ausleiht. Eine Leihe sei logistisch ohnehin sehr aufwendig wie der Amtsausschussvorsitzende Roland Gefreiter sagt: "Das Gerät ist oft nicht da, wenn es gebraucht wird." Zudem ist der vorhandene Schredder nicht leistungsstark genug. "Er ist für viele unserer Einsätze nicht zu gebrauchen", sagt Mike Kuntze. "Unser derzeitiger Schredder eignet sich höchstens für einen Hausmeister-Service, der mal die Äste eines Baums häckseln möchte. Wir aber haben eine Masse an Ästen zu zerkleinern."

Wie der Leiter des Bauhofs weiter sagt, sei der Bedarf nach dem Schredder erheblich gestiegen. Grund seien die sehr intensiven Baumschauen. "Wir haben viele Bäume, die ausgeästet oder sogar gefällt werden müssen. Für die Zerkleinerung des Holzes brauchen wir einfach einen leistungsstarken Hacker", sagt Mike Kuntze.

Der Amtsausschuss stimmte dem Wunsch zu. Allerdings nicht, ohne zuvor den Bauhof kritisch zu hinterfragen. Werner Hämmerling (Schlepzig) und Lothar Lorenz (Gemeinde Unterspreewald) hatten Aufklärungsbedarf, etwa über die Kosten und Abrechnung der kommunalen Einrichtung. "Wir sind noch in der Findungsphase", sagt die Kämmerin Sigrid Schliebner und verweist auf das durch die Fusion vor zwei Jahren nun größere Amt. Der Bauhof war davor eine Einrichtung des Amts Golßener Land. Das Gros der Arbeiten werde auch heute noch in diesem Amtsgebiet ausgeführt.

In der Gemeinde Unterspreewald und in Schlepzig etwa wird der kommunale Dienstleister nicht genutzt. "Wir haben gar nicht das Personal und die Technik, um die Leistung des Bauhofs im gesamten Amt anzubieten", erklärt der Ordnungsamtsleiter Peter Schneider. "Wir sollten jedoch überlegen, ob die jeweiligen Gemeindearbeiter in den Bauhof überführt werden können. Das ist aber ein längerer Prozess und erfordert moderne, leistungsstarke Technik."

Wie Roland Gefreiter sagt, befindet sich der Bauhof gerade im Aufbau, um leistungsstärker zu werden und für noch mehr Gemeinden des Amts Unterspreewald tätig sein zu können. "Ich bin mit der bisherigen Arbeit des Bauhofs sehr zufrieden", sagt der Amtsausschussvorsitzende. Die 30 000 Euro für die Anschaffung eines neuen Schredders seien im Haushalt dieses Jahres eingestellt.