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| 16:53 Uhr

Haushalt ist beschlossen
Amt Dahme verteilt mehr Gelder

  Große Sprünge sind in Dahme weiterhin nur auf dem Trampolin möglich. Der neue Haushalt des Amtes ermöglicht zumindest ein solides Arbeiten.
Große Sprünge sind in Dahme weiterhin nur auf dem Trampolin möglich. Der neue Haushalt des Amtes ermöglicht zumindest ein solides Arbeiten. FOTO: Andreas Staindl
Die Senkung der Amtsumlage beschert den vier Gemeinden 150 00 Euro extra. Von Andreas Staindl

Der Haushalt des Amtes Dahme für 2019 ist beschlossen, und das mit einer wichtigen Botschaft: Den vier Gemeinden des Amts steht mehr Geld in diesem Jahr zur Verfügung. Die Senkung der Amtsumlage beschert ihnen 150 000 Euro extra. „Das zusätzliche Geld wird allen Gemeinden unseres Amtes helfen“, sagt Matthias Wäsche (Niederer Fläming). Er hatte während der Haushaltsdiskussion im Februar dieses Jahres angeregt, die Amtsumlage um ein Prozent zu senken, „um ein Signal an die Bürger zu senden, dass wir Entscheidungen auch in ihrem Sinn treffen“ (die RUNDSCHAU berichtete).

Die Verwaltung hat den Vorschlag aufgegriffen und ist sogar noch ein Stück weitergegangen. Sie hat vorgeschlagen, die Amtsumlage um 1,5 Prozent zu senken, was den Gemeinden zusätzliches Geld in die Kassen spült. „150 000 Euro weniger Amtsumlage sind möglich, das bekommen wir hin“, sagt der Amtsdirektor David Kaluza (parteilos). „Wir sind schließlich sehr daran interessiert, dass unsere Kommunen leistungsfähig bleiben.“

Mitglieder des Amtsausschusses sahen das genauso, und nicht nur das. Sie stimmten dem gesamten Haushalt dieses Jahres mit zehn Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme mehrheitlich während ihrer Sitzung am Donnerstagabend zu. Enthalten darin ist die differenzierte Amtsumlage. 30.5 Prozent beträgt sie für die Gemeinden Dahmetal, Ihlow und die Stadt Dahme, 26,83 Prozent für die Gemeinde Niederer Fläming. Dass drei Gemeinden eine höhere Amtsumlage zahlen müssen hängt damit zusammen, dass das Amt Dahme Träger der Grundschule und der Oberschule in Dahme ist und das Amt damit für diese Gemeinden besondere Leistungen erbringt. Die Grundschule in Werbig ist in Trägerschaft der Gemeinde Niederer Fläming.

Werner Schröder (Ihlow) freut sich über die geringere Amtsumlage, hofft jedoch, „dass wir sie im nächsten Jahr nicht wieder erhöhen müssen und dann vielleicht um zwei Prozent“. Auch Hans-Georg Nerlich (LandLeben) findet die Senkung der Amtsumlage „eine gute Entscheidung. Ich hoffe nur, dass sie nicht zu Lasten von Investitionen in den Schulen unseres Amts führt“.

Wie Janine Klose, zuständige Verwaltungsmitarbeiterin für Haushalts- und Finanzplanung, erklärt, ist das nicht geplant. Knapp drei Millionen Euro (2 916 300 Euro) soll die Amtsumlage in diesem Jahr in die Amtskasse spülen. Im Ergebnishaushalt gibt es einen Überschuss von 32 920 Euro, im Finanzhaushalt einen Fehlbetrag von 334 750 Euro. Der fehlende Betrag wird   aus der Rücklage gedeckt, wie Janine Klose sagt. Wie viel Geld in der Rücklage liegt, konnte sie auf Nachfrage von Hans-Georg Nerlich nicht sagen. „Es ist jedoch so viel, dass wir Negativzinsen zahlen“, sagt David Kaluza. „Konkrete Zahlen liegen erst auf dem Tisch, wenn alle noch offenen Jahresabschlüsse vorliegen.“

Manfred Hartfelder (CDU) stört sich an dem Begriff Rücklage. „Das Amt hat doch nichts angespart oder Geld erwirtschaftet. Es sind doch alles nur finanzielle Mittel, die für Maßnahmen geplant waren, die aber nicht umgesetzt wurden.“ Der Amtsdirektor bestätigt seine Sichtweise.