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| 02:41 Uhr

Amt Dahme verlor 920 Bürger in zehn Jahren – der Sinkflug hält an

Dahme. Das Amt Dahme verliert weiter an Einwohnern. Das geht aus der Statistik der Meldebehörde hervor. Carmen Berg

Demnach lebten dort zum Jahresende 6305 Männer, Frauen und Kinder, 46 weniger als zu Beginn 2015. 39 Babys stehen in der Statistik 135 Verstorbene gegenüber. Die Statistik nach Jahrgängen, der sogenannte Lebensbaum, zeigt die Überalterung der Region. 2435 Männer und Frauen gehören zur Generation 60 plus. Das ist mehr als jeder Dritte (38,6 Prozent). Nur 1428 Amts-Dahmenser sind 30 Jahre und jünger, weniger als jeder Vierte (22,6 Prozent).

Die Brisanz des demografischen Wandels wird im Zehn-Jahres-Vergleich deutlich. Ende 2005 zählte das Amt 7225 Bürger. Um 920 ging die Bevölkerungszahl seither zurück, allein die Kernstadt Dahme verlor in den vergangenen zehn Jahren 401 Bewohner. Zum Vergleich: Das sind mehr Menschen als im größten Dorf der Region, in Niebendorf-Heinsdorf (381), leben.

3088 Einwohner waren Ende 2015 noch in der Kernstadt gemeldet, 27 weniger als Silvester 2014. Auf 101 Verstorbene kamen 21 Geburten. Etwa jeder achte Bürger wohnt in einem der beiden großen Dahmer Altenheime, erklärt Karin Emde von der Meldebehörde.

Nur in knapp jedem zweiten Dahmer Dorf machte Adebar im vergangenen Jahr Station, am häufigsten - vier Mal - landete er in Schöna-Kolpien. In sechs von 20 Orten wuchs die Bevölkerung, davon, bedingt durch Zuzüge, am stärksten in Mehlsdorf um neun auf 132 Bürger. Kleinster Ortsteil ist Sieb mit 65 Einwohnern, gefolgt von Schwebendorf mit 68. In Schwebendorf beispielsweise lebten im Jahr 2006 noch 94 Menschen.