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Amt Dahme
Amt Dahme steigt aus Klimaschutzmanagement aus

Dahme. Stelle des Klimschutzmanagers wird nicht verlängert.

Das Amt Dahme steigt aus dem Klimaschutzmanagement aus. Die Mitglieder des Amtsausschusses haben die Umsetzung weiterer Maßnahmen aus dem Klimaschutz- und Energiekonzept während ihrer Sitzung kürzlich abgelehnt. Auch der Fortführung der Stelle für das Klimaschutzmanagement erteilten sie eine Absage. Damit endet die Arbeit des Klimaschutzmanagers Erik Berge am 30. April des nächsten Jahres zumindest im Amt Dahme. Er ist der gemeinsame Manager für das Amt Dahme, die Stadt Jüterbog und die Gemeinde Niederer Fläming. Seine Stelle wurde durch das Bundesumweltministerium von Mai 2015 bis April 2018 mit 65 Prozent gefördert. Wie es dann für ihn weitergeht, ist offen.

Die Stadt Jüterbog indes hat die Weiterführung des gemeinsamen Klimaschutz- und Energiekonzepts beschlossen. Sie müsste die Kosten jetzt allein tragen. Diese waren bisher gedrittelt worden und hätten für das Amt Dahme –inklusive der Gemeinde Niederer Fläming ab Beginn des nächsten Jahres (die RUNDSCHAU berichtete) – 33 200 Euro für zwei weitere Jahre betragen. „Wir haben uns noch nicht mit Jüterbog verständigt“, erklärt Christina Denkel. Die Bauamtsleiterin hatte den Amtsausschussmitgliedern vorgeschlagen, der Fortführung der Maßnahme nicht zuzustimmen. Stattdessen sollen die Aufgaben des Klimaschutzmanagers von Mitarbeitern der Verwaltung in Dahme übernommen werden. „Wir können den Klimaschutz in unserem Amt auch ohne Klimaschutzmanagers umsetzen“, sagt Christina Denkel. Der Klimaschutz soll dem Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos) zufolge in den Bereich Bauamt eingegliedert werden. „Klimaschutz ist schon wichtig“, sagt er. „Wir müssen uns damit befassen, um den nächsten Generationen etwas Vernünftiges zu hinterlassen.“ Ein Manager sei dafür aber nicht nötig.

Andre´ Weigt (Dahmer Umland) hat Zweifel: „Klimaschutz ist auch Fleißarbeit und mit hohem Aufwand verbunden. Ich weiß nicht, wie die Verwaltung das leisten will.“ Er vermutet, dass die Entscheidung gegen das Klimaschutzmanagement „vielleicht an der Person des Managers liegt“. Manfred Hartfelder (CDU) befeuert diese Vermutung. „Das Klimaschutz-und Energiekonzept hat meiner Gemeinde nichts gebracht“, sagt der Bürgermeister der Gemeinde Dahmetal. „Ich kennen den Klimaschutzmanagers nicht.“ Er kann zudem mit den Zahlen, mit denen Einsparungen durch die Arbeit des Managers nachgewiesen wurden, „nichts anfangen“. „Ich hätte sie gern früher gehabt.“

Christina Denkel hatte das Zahlenwerk während der Sitzung präsentiert. Werner Schröder (Ihlow) sieht das nicht als Beweis einer sinnvollen Arbeit von Erik Berge: „Diese Zahlen hätten wir auch ohne einen Klimaschutzmanager gehabt.“ Ganz so sieht es die Bauamtschefin nicht: „Der Manager hat das Zahlenwerk schon initiiert und angeregt.“ Zu den Klimaschutzprojekten gehört beispielsweise die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf Leuchtdioden (LED). Etwa 32 Prozent der Lampen im Amt Dahme sind laut der Bauamtschefin schon umgerüstet, was zu Einsparungen geführt habe. Klimaschutzprojekte im Amt Dahme sollen weitergeführt werden. „Wir haben genug fähige Leute in unserer Verwaltung“, sagt der Amtsdirektor Frank Pätzig. „Zudem kommen Mitarbeiter aus der Gemeinde Niederer Fläming dazu.“

(asd)