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Amt Dahme feiert Silberhochzeit

Die Schlossruine als festlicher Rahmen: Hier hat das Amt Dahme seinen 25. Geburtstag gefeiert.
Die Schlossruine als festlicher Rahmen: Hier hat das Amt Dahme seinen 25. Geburtstag gefeiert. FOTO: Staindl/asd1
Dahme. Seit 25 Jahren gibt es das Amt Dahme. Die Silberhochzeit wurde kürzlich während einer Festveranstaltung in der Schlossruine gefeiert. Andreas Staindl / asd1

Teltow-Flämings Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke) gehörte zu den geladenen Gästen. "Das Amt Dahme hat während der vergangenen 25 Jahre eine beeindruckende Entwicklung genommen", würdigt sie. "Respekt, wie es gelingt, die zahlreichen Ortsteile unter einen Hut zu bekommen.

Die drei Gemeinden mit ihren 20 Ortsteilen inklusive Stadt Dahme würden nicht über die Köpfe der Bürger hinweg, sondern mit ihnen gemeinsam. Die Landrätin zollte auch dem Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos), den vielen Ehrenamtlichen sowie den Mitarbeitern des Amts Dahme Respekt. "Wir sind sehr stolz auf die Arbeit im Amt Dahme", sagt sie. "Ohne dieses Amt wäre unser Landkreis um Vieles ärmer.

Wie etwa die Barrierefreiheit zur Herzenssache gemacht und historische Bausubstanz liebevoll erhalten wurde-davon können sich andere Kommunen eine Scheibe abschneiden." Am 1.Juli 1992 wurde das Amt Dahme offiziell gegründet. Die Stadt Dahme sowie 16 umliegende Gemeinden aus damals vier verschiedenen Landkreisen hatten sich zusammengeschlossen. Die Gemeinde Illmersdorf kam 1993 und die Gemeinde Ihlow 2001 dazu. "Der Aufbau der Amtsverwaltung war eine Herausforderung für die beteiligten Mitarbeiter und die Mitglieder des Amtsausschusses", sagt Frank Pätzig. "Die Unterstützung durch engagierte Mitarbeiter der Verbandsgemeinde Vallendar in Rheinland-Pfalz war für uns sehr hilfreich." 2001 erfolgte die nächste Gemeindegebietsreform. Dahmetal und Ihlow wurden neu gebildet, die Stadt Dahme wurde vergrößert. Anders, als vom damaligen Landrat gewünscht, blieb Dahme das einzige Amt im Landkreis Teltow-Fläming. "Eine richtige Entscheidung", sagt der Amtsdirektor. "Die Ämterstruktur hat sich für unseren ländlichen Raum erfolgreich bewährt. Das Amt sichert den Gemeinden ein Mindestmaß an Eigenständigkeit und Entscheidungsfreiheit." Frank Pätzig steht seit 25 Jahren an der Spitze der Verwaltung in Dahme. "Zugunsten von Investitionen haben wir von Beginn an mit einer schlanken Verwaltung gearbeitet. Es wäre wünschenswert, wenn diese Denkweise auch in den Kreis- und Landesverwaltungen zum Handlungsleitfaden würden."

Der Verwaltungschef machte zudem auf die positive Entwicklung im Amt Dahme aufmerksam. "Wer mit offenen Augen unterwegs ist wird feststellen, dass wir sehr viele Fortschritte erreicht haben." So wurden 72 Prozent der Gebäude in der historischen Altstadt während der vergangenen 25 Jahre saniert und modernisiert. Fast alle Straßen im Sanierungsgebiet sind instandgesetzt oder grundhaft ausgebaut worden. Dörfer wurden neu und attraktiv gestaltet. "Das Erscheinungsbild unserer Orte und die Lebensqualität unserer Einwohner haben sich im vergangenen Vierteljahrhundert entscheidend verbessert", fasst Pätzig zusammen. Durch gemeindliche Vorhaben wurde dem Verwaltungschef zufolge auch die regionale Wirtschaft gestärkt. "Landwirtschaftsbetriebe etwa haben sich stabilisiert und sind zukunftsfähig. Meine Hochachtung vor den Leuten, die Betriebe in Dahme gerettet, ausgebaut oder neu gegründet haben." Frank Pätzig geht davon aus, dass "uns der demografische Wandelstärker treffen wird als die Gemeinden in unmittelbarer Nähe von Metropolen.

Der voraussichtliche Beitritt der Gemeinde Niederer Fläming Anfang 2018 zum Amt Dahme ist deshalb ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Amtsverwaltung." Auch Ihlows Bürgermeister Werner Schröder (parteilos) hält das für den richtigen Weg: "Wir sollten das Amt Dahme unbedingt erhalten." Der Amtsdirektor sei ein wichtiger Ansprechpartner: "Ich kann mit Problemen immer zu ihm kommen."

Für Manfred Hartfelder (CDU), Bürgermeister Dahmetal, hat "die Verwaltung wesentlichen Anteil daran, was wir in 25 Jahren geschaffen haben. Der eigentliche Reichtum aber sind unsere vielen Ehrenamtlichen. Nirgendwo in Deutschland wird so viel ehrenamtlich geleistet wie auf dem flachen Land".