Damit die Unter-Drei-Jährigen gegenüber den größeren Kindern nicht zu kurz kommen, richten wir verschiedene Flächen für die Suche ein“ , so Herbert Münch von der Interessengemeinschaft Heimattierpark Dahme.

Spendenbereitschaft ist groß
Mit Veranstaltungen wie Ostern und insbesondere dem Tierparkfest am Pfingstsonntag will die 23 Mitglieder umfassende Vereinigung unter dem Vorsitz von Ulrich Redlich den Tierpark in Zeiten knapper Kassen bewahren und immer attraktiver machen. Statt Eintritt setzen die Förderer des Heimattierparkes auf die Einnahme von Spendengeldern. „Wir erhalten 3600 Euro aus dem Stadthaushalt, weiteres Geld kommt durch Spenden und Sponsoren“ , so Münch. Bewährt haben sich zum Beispiel auch die Patenschaften für die Tiere. So kann man mit 150 Euro die Futterkosten für ein Jahr für einen Affen sichern helfen oder mit zehn Euro die für ein Meerschweinchen. Auf Grund der großen Spannbreite könnten auch Kinder eine Tierpatenschaft unterhalten und so von kleinauf die Bindung zu einem Stück Heimat vertiefen.
Viel wurde in den vergangenen Jahren im Dahmer Tierpark, in dem rund 200 Tiere in 45 Arten von der Maus über das Lama bis zum Affen leben, erreicht. „Fast alle Bauten und Gehege sowie Versorgungsleitungen wurden erneuert oder saniert. Erst kürzlich wurden die neu gestalteten Vogelvolieren fertig. Auch das Gehege für den Kolkraben wird aufgemöbelt“ , erzählt Herbert Münch. Größtes Vorhaben für die nächste Zukunft ist ein Streichelgehege, das auch mit Rollstühlen befahrbar sein soll.
„Viele Dahmer identifizieren sich mit ihrem Tierpark“ , so ergänzt Ortsbürgermeisterin Hilscher. Das werde besonders beim Tierparkfest deutlich, das unter Federführung der Interessengemeinschaft Tierpark ehrenamtlich gestaltet werde. Dabei helfen auch andere Vereine. Die Feuerwehr hat die Versorgung übernommen. Zu danken sei aber auch der Hausfrauenturngruppe vom TSV Empor unter Elke Grunwald, die wie jedes Jahr auch diesmal wieder rege den Frühjahrsputz im Tierpark unterstützen wird.

Sehr viel geschafft
Im Winter 1997 wurde die Interessengemeinschaft „Heimattierpark Dahme“ als Sparte im Kulturverein gegründet, nachdem Anfang der 90er-Jahre die Schließung des Tierparkes im Gespräch war. Damals wehrten sich viele Einwohner und überlegten gemeinsam, wie diese Entwicklung aufgehalten werden kann. Seitdem ist die Sanierung der Einrichtung, die ein Teil des historischen Schlossparkes ist, Dank der großen Hilfe von vielen Bürgern und Firmen unverkennbar vorangeschritten.
Der Park, einst als englischer Garten angelegt, beherbergte seit seinem Bestehen Gehege für Hirsche und andere Wildtiere. Später entwickelte sich hier ein Tierpark, der eine große Verankerung in der Bevölkerung genießt. (usch)