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| 16:40 Uhr

Neue Ausstellung
„Am Horizont angekommen“

 Ein Holzschnitt von Wolfgang Mattheuer „Hin ist er“.
Ein Holzschnitt von Wolfgang Mattheuer „Hin ist er“. FOTO: PR
Luckau. Neue Ausstellung ist ab August in der St. Marienkirche in Dahme zu sehen.

„Am Horizont angekommen. . .“ So lautet der Titel der Ausstellung, die am 17. August um 19 Uhr mit einer Vernissage in der Kirche St. Marien in Dahme (Mark) eröffnet wird.

Das vollständige Zitat lautet: „Am Horizont angekommen, beginnt der Horizont“. So wird deutlich, was wir wohl schon ahnten: Es gibt nicht den Horizont, sondern es gibt unsäglich viele. Jede und jeder hat ja seine eigene Sicht, auch wenn nicht jeder etwas sieht, sagen die Veranstalter. Bei dem Wort „Horizont“ denkt man zunächst an einen bekannten Song von Udo Lindenberg und an viele Landschaften, die man aus schönen Urlauben oder aus der Kindheit vor Augen hat.

Das aber greift für diese Ausstellung oft zu kurz, heißt es weiter. Der Holzschnitt von Wolfgang Mattheuer verdeutliche das bereits auf dem Plakat. Es lohne sich in manchen der in der Ausstellung gezeigten Bilder Symbole, Metapher, politische Anspielungen zu entdecken. Horizonte sind hier nicht nur waagerechte Linien am Scheitelpunkt zwischen Himmel oben und Wasser oder Land unten. Wer den eigenen Horizont erweitern will, der muss sich auf jedem Fall erst einmal in Bewegung setzen, die Perspektive ändern. Meist ändern sich auf diese Weise sogar festgefügte oder einzementierte Standpunkte.

In einer Fabel würde es so klingen: Nur so wird der Frosch feststellen, dass es auch eine riesige und farbenprächtige Welt außerhalb seines feucht-dunklen und vertrauten Brunnens gibt. Wer über den eigenen Tellerrand hinausschaut, kann sagenhafte Entdeckungen machen. Albert Einstein hat diesen Gedanken drastischer zusammengefasst: „Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null; und das nennen sie ihren Standpunkt.“

Selbst Umwege erweitern schon den Horizont. Das kann ja auch ganz erhellend sein.   In der Ausstellung im Südschiff von St. Marien sind Werke zu sehen von Siegfried Ast, Torsten Biet, Manfred Butzmann, Hartmut Fischer, Kerstin Heinze, Josef Hegenbarth, Walter Herzog, Walther Klemm, Wolfgang Mattheuer, Uwe Mücklausch, Armin Mueller-Stahl, Werner Tübke undTrak Wendisch. Möglich wurde diese Schau durch die Kooperation mit der Galerie KunstPause sowie privaten Leihgaben.

 Ein Holzschnitt von Wolfgang Mattheuer „Hin ist er“.
Ein Holzschnitt von Wolfgang Mattheuer „Hin ist er“. FOTO: PR