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Altgolßener Männer holen sich den Wanderpokal

Eingespielt: Die Frauen aus Altgolßen waren mit dem Frauenteam der Golßener Wehr knapp zwei Sekunden schneller.
Eingespielt: Die Frauen aus Altgolßen waren mit dem Frauenteam der Golßener Wehr knapp zwei Sekunden schneller. FOTO: bkh1
Golßen. Ganz im Zeichen des Feuerwehrsports stand das Areal am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Golßen. Es war Amtsausscheid der Freiwilligen Feuerwehren im Unterspreewald bkh1

Am Samstag kämpften elf Männer- und zwei Frauenteams im Löschangriff nass um Sekunden. Am Sonntag traten 13 Mannschaften der Jugendfeuerwehren im Löschangriff nass und der Gruppenstafette an.

Die Frauen der Altgolßener Wehr starten als Erste auf der 95 Meter langen Wettkampfstrecke. Bis ins Detail vorbereitet haben sie die Anordnung der Schläuche, Kupplungen und Strahlrohre neben der Motorpumpe auf der hölzernen Bodenplatte neben dem Wasserbecken. Abschließend prüft Hauptschiedsrichter Daniel Neumann vom Kreisfeuerwehrverband, ob alle Abstände stimmen. Einiges wird nachgebessert. Dann hebt er die Startklappe: "Auf die Plätze!"

Mit dem Knall der Klappe sprinten die Frauen zu den Geräten, jeder Handgriff muss jetzt sitzen. Mit Schläuchen, Kupplungen und Strahlrohren sprinten die Einen über die Wiese, die Anderen kuppeln die A-Schläuche zusammen. Saugkorb ins Wasser. Pumpe läuft. Wasser marsch. Nach 46,51 Sekunden zeigen die roten Signallampen an, dass beide Behälter an der Zieleinrichtung gefüllt sind. Das bedeutet Sieg. Die Golßener Frauen brauchten knapp zwei Sekunden länger. Doch sie sind nicht unzufrieden mit ihrer Zeit von 48,48 Sekunden, denn ihr Team ist in dieser Zusammenstellung erstmals angetreten. "Es war eine gelungene Premiere", konstatiert Stefanie Brost. Zudem haben ihnen die Altgolßener mit ihrer Maschinstin ausgeholfen. "Sonst wären wir als Männerteam angetreten mit einem Maschinisten", ergänzt Birgit Sander. Und es hätte gar keinen Wettbewerb der Frauenmannschaften gegeben.

Die Beteiligung insgesamt sei mager, stellte Amtswehrführer Frank Radke fest. "Die geringe Mannschaftsstärke bei den kleineren Wehren macht sich bemerkbar. Ist einer krank oder muss arbeiten, dann reicht es nicht mehr für die Mannschaft." Auch die Favoriten aus Schlepzig fehlten diesmal. So konnten sich die Altgolßener Männer und Frauen über den obersten Platz auf dem Siegertreppchen freuen.

Eine Überraschung hatten sich die Golßener Feuerwehrleute für ihren Kameraden Dietmar Crüger einfallen lassen. Als das Team der "Alten Herren" an den Start ging, entfalteten sie ein Banner. "Dietmars letzter Lauf" war darauf zu lesen. Der Golßener feiert im Sommer seinen 65. Geburtstag und scheidet aus dem aktiven Dienst in der Feuerwehr aus. "Ein bisschen habe ich etwas geahnt", sagte Dietmar Crüger nach seinem Abschlusslauf. Er würde gern noch weitermachen. "In Rente gehen kann man doch auch erst mit 67, aber bei der Feuerwehr ist mit 65 Jahren Schluss. Dabei werden gerade die alten Hasen mit ihrer Erfahrung gebraucht."

Die Ergebnisse Frauen: 1. FFW Altgolßen; 2. FFW Golßen

Männer: 1. FFW Altgolßen; 2. FFW Golßen - junge Männer; 3. FFW Golßen - alte Herren

Gesamsieger Jugendfeuerwehren Jugend A-Mädchen (10-14 Jahre): JFW Golßen

Jugend A-Jungen (10-14 Jahre: JFW Altgolßen

Jugend B-Jungen (15-18 Jahre): JFW Reichwalde