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Golßen
Altgolßener fordern für die Dorfstraße Tempo 30

Golßen. Jahrelange Flickschusterei auf der Dorfstraße ärgert die Einwohner. Sie fordern jetzt, dass die Geschwindigkeit auf Tempo 30 reduziert wird.

Bürger in Altgolßen (Unterspreewald) haben die Nase voll. Sie wehren sich gegen den schlechten Zustand der Dorfstraße im Gemeindeteil der Stadt Golßen. Ulf Pätzig hat dem Bürgermeister Hartmut Laubisch (SPD) jetzt eine Liste mit 87 Unterschriften überreicht. Der Anwohner machte das Anliegen vor der Stadtverordnetenversammlung kürzlich deutlich.

Demnach verschlechtert sich der Zustand der Dorfstraße seit Jahren. Reparaturarbeiten werden nur sporadisch und in unbefriedigender Qualität durchgeführt. Statt schadhafte Bereiche abzufräsen und neu zu verfüllen, wurden diese einfach mit Bitumen übergossen und planiert und das teilweise schon mehrmals.

Die Unterzeichner des Schreibens beklagen, dass durch die mangelnde Reparatur Unebenheiten entstehen, sodass der Straßenverkehr eine erhebliche Reduzierung der Lebensqualität für die Anwohner bedeutet. Durch den vorhandenen und stetig zunehmenden Güterverkehr, insbesondere in der Zeit von 4 bis 22 Uhr, komme es zu einer sehr starken Lärmbelästigung und zu Erschütterungen in den Wohnhäusern entlang der Dorfstraße, die Teil der Landesstraße L 711 ist.

Weil derzeit keine qualitativ hochwertige Sanierung der Straße vorgesehen sei, „fordern wir eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit innerhalb der Ortschaft Altgolßen auf 30 km/h“, sagt Ulf Pätzig. „Die Dorfgemeinschaft und die Anwohner der Dorfstraße bitten die Stadtverordneten, sich für die zeitnahe Durchsetzung unserer Forderung bei den zuständigen Verwaltungsträgern einzusetzen.“

Golßens Bürgermeister nahm das Schreiben inklusive Unterschriftenliste entgegen. Er kennt die Reparaturmaßnahmen auf der Dorfstraße in Altgolßen „aus eigener Erfahrung. Sie wurden weder fach- noch sachgerecht ausgeführt. Das, was bisher getan wurde, um die Schäden zu beseitigen, reicht nicht aus.“

Hartmut Laubisch wertet die Forderung der Bürger des Gemeindeteils als Petition. Er hat das Schreiben noch während der Stadtverordnetenversammlung an Amtsdirektor Jens-Hermann Kleine (CDU) weitergereicht, damit die Verwaltung des Amtes Unterspreewald die notwendigen Schritte einleiten kann. Der Verein Dorfgemeinschaft Altgolßen als Einreicher des Schreibens habe einen Anspruch darauf, zumindest ein Ergebnis mitgeteilt zu bekommen.

(asd)