Gestartet wurde auf zwei Bahnen. Für die vier Frauen- und 15 Männermannschaften galt wie in den letzten Jahren die Regelung, dass Druckschläuche, Strahlrohre und Verteiler vom Amt gestellt wurden.
Glück bei der Auslosung der Startplätze hatten die Gastgeber aus Zützen, die als erste Männermannschaft an den Start gingen, diesen Vorteil aber nicht nutzen konnten. Zwar legten sie mit 0:51:0 Minuten eine passable Zeit vor, doch schon das Team Golßen I auf Startplatz drei unterbot diese Zeit mit 0:43:97 Minuten deutlich und konnte daraufhin lange vom zweiten Sieg nach 1998 träumen. Dass es letztlich nur zum zweiten Platz reichte, dafür sorgte die Mannschaft Altgolßen I, die ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht wurde. Mit einer laut Amtsbrandmeister Günther Wenzlaff „fabelhaften Zeit“ von 0:38:55 Sekunden blieb sie als erste Männermannschaft in der Geschichte des Amtsausscheids unter der 40-Sekunden-Marke und holte gleichzeitig den Sieg zum fünften Mal in Folge nach Altgolßen.

Diesmal klappte es
Bei den Frauen gewannen die Sellendorferinnen den Titel. Nachdem die Mannschaft im letzten Jahr wegen einer Zeitstrafe den Sieg knapp verpasst hatte, distanzierte sie die übrigen Frauenteams in diesem Jahr deutlich und gewann mit 1:02 Minuten klar vor Zützen, die 1:20 Minuten für ihren Lauf benötigten.
Um den Sieg gekämpft wurde auch bei den Jugendmannschaften, wo bei den Jungen I mit Schiebsdorf (0:46:4 Minuten) und Golßen (1:00:0 Minuten) zwei neu gegründete Jugendteams die ersten beiden Plätze belegten. Die ursprünglich zweitplatzierten Altgolßener fielen durch eine wegen unerlaubter Mithilfe des Maschinisten verhängte 10-Sekunden-Strafe mit einer Gesamtzeit von 1:04:1 Minuten auf den dritten Platz zurück.
Bei den Jungen II setzten sich wie im letzten Jahr die Altgolßener durch.
Etwas weniger Spannung herrschte indes bei den Mädchenmannschaften, da in beiden Altersgruppen nur jeweils ein Team an den Start ging. Die Pokale gingen hier an Altgolßen (Mädchen I) und Zützen (Mädchen II).
Amtsbrandmeister Günther Wenzlaff zeigte sich nach dem Ausscheid sehr zufrieden mit Ablauf und Organisation der Veranstaltung: „Die Zützener haben wirklich gute Arbeit geleistet.“ Neben den stark verbesserten Zeiten fast aller Mannschaften hob er noch einen weiteren Aspekt als äußerst positiv hervor: „Mich freut vor allem, dass die neugegründeten Jugendwehren so gut abgeschnitten haben.“ Auch Kreisbrandmeister Gerhard Grün nahm die Bemühungen um die Jugendarbeit mit Befriedigung zur Kenntnis, fügte aber in Richtung der Golßener Kameraden an: „Es wurde auch Zeit. Was in kleineren Ortsteilen möglich ist, sollte in einer Stadt eine Selbstverständlichkeit sein.“

Abschied aus dem Amt
Gerhard Grün wohnte dem Amtsausscheid im Golßener Land dabei zum letzten Mal in seiner Funktion als Kreisbrandmeister bei. Als Konsequenz aus seinem Wechsel vom Einsatzdienst der Freiwilligen Feuerwehr Glienig in deren Alters- und Ehrenabteilung wird der 63-Jährige Ende Juni nach mehr als drei Jahren auch sein Ehrenamt als Kreisbrandmeister niederlegen.

Info zum Thema Die Ergebnisse:
Männer:
1. Altgolßen I - 0:38,55 Minuten
2. Golßen I - 0:43,97 Minuten
3. Sellendorf - 0:45,22 Minuten

Frauen:
1. Sellendorf - 1:02,00 Minuten
2. Zützen - 1:20,00 Minuten
3. Kasel-Golzig - 1:53,70 Minuten

Mädchen I:
1. Altgolßen - 0:55,20 Minuten

Mädchen II
1. Zützen - 0:46,50 Minuten

Jungen I:
1. Schiebsdorf - 0:46,40 Minuten
2. Golßen - 1:00,00 Minuten
3. Altgolßen - 0:54,10 Minuten plus 10 Sekunden Zeitstrafe

Jungen II:
1. Altgolßen - 0:42,15 Minuten
2. Drahnsdorf - 0:44,80 Minuten
3. Glienig - 0:50,30 Minuten