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Alte Turnhalle auf dem Golßener Schützenplatz erneut auf Prüfstand

Golßen. Die alte Turnhalle am Schützenplatz in Golßen (Unterspreewald) soll einen Vollwärmeschutz an der Fassade erhalten. Davon ist die Amtsverwaltung bisher ausgegangen. A. Staindl/asd1

Hartmut Laubisch (SPD) und Ronny Schulz (SPD) sagten bei der Sitzung der Stadtverordneten, dass nur von einer Fassadensanierung die Rede war. Michaela Schudek widerspricht. "Im Haushalt 2012 von Golßen waren 70 000 Euro für Wärmedämmung an der Turnhalle eingestellt", erklärt die Bauamtsleiterin. Dass jetzt überhaupt noch mal über das Projekt diskutiert werde, habe mit den Mängeln zu tun, die nachträglich festgestellt worden seien. Das Mauerwerk sei teilweise unterspült und abgesackt, müsse unterfangen werden. Regenwasser werde nicht abgeleitet und versickere unmittelbar am Gebäude.

"Wir können das Geld auch für die Beseitigung dieser Mängel verwenden", sagt Michaela Schudek. Sie soll prüfen, ob ein Vollwärmeschutz gesetzlich vorgeschrieben ist und ob es andere Möglichkeiten gibt, Feuchtigkeit aus der Halle zu beseitigen, um Kältebrücken und somit Schimmelbefall zu verhindern. Hartmut Laubisch zweifelt daran, dass Vollwärmeschutz nötig ist: "Die Wände sind sehr dick." Laut Bürgermeister Lars Kolan (SPD) haben die Abgeordneten das Thema demnächst erneut auf dem Tisch.