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Als Schützenkönig ein Jahr lang in Amt und Würden

Einen Ehrenpokal erhielt Klaus Karche auch von Sammy Tosuner, der alljährlich so die Leistungen des Schützenkönigs und seiner Ritter würdigt.Einen Ehrenpokal erhielt Klaus Karche auch von Sammy Tosuner, der alljährlich so die Leistungen des Schützenkönigs und seiner Ritter würdigt.
Einen Ehrenpokal erhielt Klaus Karche auch von Sammy Tosuner, der alljährlich so die Leistungen des Schützenkönigs und seiner Ritter würdigt.Einen Ehrenpokal erhielt Klaus Karche auch von Sammy Tosuner, der alljährlich so die Leistungen des Schützenkönigs und seiner Ritter würdigt. FOTO: Foto: Frank RatajczakFoto: Frank Ratajczak
Luckau.. Die Wogen der Aufregung haben sich jetzt, wenige Tage nach dem Luckauer Schützenfest, geglättet. Gabriele Bernhardt

Schützenkönig Klaus Karche geht wieder seiner geregelten Tätigkeit nach, den Königswürden muss er ein Jahr lang nun nur bei Treffen mit befreundeten Vereinen nachgehen und, so wie heute zum Schützenfest in Lübbenau, die Kette anlegen.
Obwohl der Schützenkönig bereits im Mai in der Gilde „ausgeschossen“ wurde, gab es am letzten Wochenende für Klaus Karche Aufregung genug.
Nicht nur die Krönungszeremonie musste er zum Schützenball in der Loge über sich ergehen lassen, sondern auch im eigenen Haus – so will es der Brauch – das Königsfrühstück ausrichten. „Über 60 Personen waren dazu erschienen“ , so Karche. Untergebracht wurden sie im leerstehenden Laden im Haus, sodass die Räumlichkeiten kein Problem waren.
Auch zahlreiche Frauen von Vereinsmitgliedern gingen Frau Karche zur Hand. Denn über 100 Brötchen mussten erst einmal geschmiert und die entsprechende Anzahl von Bockwürsten heiß gemacht werden. Bis zum Mittag zog sich das gesellige Zusammensein hin. Für Klaus Karche nicht ganz ungewohnt, war er doch bereits 1999 schon einmal Luckauer Schützenkönig und damit mit den Regularien vertraut.
„Wir waren ungefähr 30 Schützen beim Schießen mit der Kleinkaliberwaffe auf 50 Meter Distanz, dem Königsschießen“ , erklärt Karche. Er schoss zweimal die Zehn und einmal die Acht und sich damit an die Wertungsspitze. Gefolgt von Kornelia Götze und Rainer Große, die damit zu seinen Rittern wurden. Zum Schützenball erhielt er zahlreiche Ehrungen. Zum einen seine Königsscheibe mit seinen Treffern und einen wahrhaft königlichen Krug mit Zinndeckel, der zwei Liter Bier fassen kann. Und Karche bekam als besonderes Bonbon auch eine neue Königskette. „Alle Kettenglieder werden mit dem jeweiligen Namen des Schützenkönigs graviert und unsere war voll“ , erklärt er. Also bekam er eine neue, die von einer Luckauer Firma gesponsert wurde und auf der sein Name als erster stehen wird.
Zu den Schützenkönigsaufgaben gehört auch, ein besonderes Objekt der Stadt neu zu benennen. Und so konnte Karche mit seinen Rittern und dem Jugendschützenkönig samt Gefolge die Logenbrücke über den Stadtgraben als „Salutbrücke 2003“ einweihen. „Das machen wir seit dem vergangenen Jahr“ , sagt er. Damals wurde die Fünf-Königs-Kreuzung benannt, weil man von der Kreuzung den Blick auf fünf Königshäuser hatte.
Zum Historientreffen begrüßte er die 20 Blumenmädchen im Alter von 70 bis 90 Jahren, die in ihrer Jugend beim Schützenball dem König Blumen überreichten. „Eine Veranstaltung, die wir nun schon zum dritten Mal durchgeführt haben und die ein voller Erfolg war“ , ist der 47-Jährige Klaus Karche überzeugt.

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Auf Steintafeln

 Auf einer Granittafel sind alle Schützenkönige der Jahre 1904 bis 1944 verewigt. Auf der neuen Steinplatte, die die Schützengilde angeschafft hat, und auf die die Königsnamen seit 1993 graviert wurden, kommt jetzt der Name von Klaus Karche hinzu. Wenn das Vereinsdomizil fertiggestellt wird, werden beide Tafeln dort ihren würdigen Platz finden.