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| 02:42 Uhr

Aha-Effekt mit dem "Mini-Flammenwerfer"

In der Aula brachten die Siebtklässler den künftigen Mitschülern nahe, was sie im ersten Halbjahr in Französisch (Foto) und Spanisch gelernt haben. Die Zehntklässler machten mit "Kalinka" und kleinen Aufgaben fürs Publikum die russische Sprache interessant.
In der Aula brachten die Siebtklässler den künftigen Mitschülern nahe, was sie im ersten Halbjahr in Französisch (Foto) und Spanisch gelernt haben. Die Zehntklässler machten mit "Kalinka" und kleinen Aufgaben fürs Publikum die russische Sprache interessant. FOTO: B. Keilbach/bkh1
Luckau. Schüler der sechsten Klassen müssen in den nächsten Wochen die Entscheidung treffen, an welcher weiterführenden Schule sie ab Herbst lernen wollen. Am Freitagnachmittag konnten sie sich mit ihren Eltern im Luckauer Bohnstedt-Gymnasium umfassend informieren. Birgit Keilbach / bkh1 bkh1

Die Gymnasiasten und Lehrer boten anschauliche Einblicke in den Lehrstoff und Gelegenheit zu individuellen Gesprächen. Spannende Experimente und Übungen aus der Unterrichtspraxis ergänzten das Angebot in den verschiedenen Fachkabinetten. Das Thema Aggregatzustände veranschaulichte Chemielehrerin Elke Hoffmann mit dem Experiment "Flammenwerfer". Feuerzeuggas zogen die interessierten Grundschüler bei ihr zunächst in eine Spritze. "Jetzt fest zusammendrücken, denn durch Druck entsteht daraus eine Flüssigkeit. Das ist der physikalische Teil", erläuterte die Pädagogin und steckte dann eine Kanüle auf. "Jetzt entzünden wir das verflüssigte Gas an der Kerze und haben einen kleinen Flammenwerfer. Das ist die chemische Reaktion", beschrieb sie den zweiten Schritt. Große Freude bei den Schülern, wenn dann eine Flamme aus der Kanüle züngelte.

Auch Sebastian Gräßer erlebte den Aha-Effekt. Der Grundschüler aus Waltersdorf hat bereits ein konkretes Ziel. "Ich will studieren und später als Logopäde arbeiten. Dann kann ich Menschen beim Sprechenlernen helfen", sagt Sebastian Gräßer. Sein älterer Bruder besucht in Cottbus das Max-Steenbeck-Gymnasium. "Die Bedingungen für die Schüler sind hier in Luckau ähnlich gut", schätzt Vater Bernd Gräßer ein.

Die Zwillinge Jonas und Lucas Mai wollen gern von der Golßener Grundschule aufs Luckauer Gymnasium wechseln. "Ich will später Lehrer werden für Musik und Sport", hat Jonas sein Ziel schon fest im Blick. Lucas hat sich noch nicht festgelegt. "Ich denke, mit dem Abitur bessere Berufschancen zu haben." Ihre Mutter Katrin Mai unterrichtet an der Golßener Grundschule und ist von der Organisation des Informationstages angetan. "Das Angebot ist sehr vielfältig und die Schüler sind sehr gut in die Vorstellung ihrer Schule integriert." Besonders gefreut habe sie sich darüber, in der Aula viele ihrer ehemaligen Schüler wiederzusehen. "Es ist schön, zu erleben, wie sie sich entwickelt und was sie schon gelernt haben in dem halben Jahr", sagte Katrin Mai.

Die Siebtklässler brachten unterhaltsam ihre Kenntnisse in Französisch und Spanisch nahe. Das Fremdsprachenkonzept umfasst laut Schulleiterin Sabine Heß Sprachreisen und Auslandaufenthalte zur Vertiefung der Kenntnisse. Ab Klasse acht führe eine einwöchige Sprachreise nach London. Französisch können die Gymnasiasten am Collége "Louis Bonvier" in Saint-Laurent-en-Gradvaux vertiefen. Und die Spanisch-Schüler fahren im Oktober fünf Tage nach Malaga. Eine Russisch-Klasse gibt es derzeit nicht. Doch die Zehntklässler heimsten mit ihrer Vorstellung der russsischen Sprache durchaus Sympathiepunkte ein.

Zuvor gab Schulleiterin Sabine Heß einen Überblick über die Abiturausbildung. "Wir wollen Schüler ausbilden, die sich später im Studium behaupten können", betonte die sie. Mit Facharbeiten in Klasse neun und einer Seminararbeit in der zwölften Klasse würden sie auf das wissenschaftliche Arbeiten vorbereitet. Zudem trage das Gymnasium seit 2013 das Prädikat "Schule mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung". Diese beginnt mit dem Anlegen eines Berufswahlpasses in Klasse sieben, in dem Bewerbungen, Lebensläufe, Qualifikations- und Praktika-nachweise gesammelt werden. Studien- und Berufsberatung im Haus und Besuche von Ausbildungsmessen in der Region, Exkursionen zu Praxispartnern und -projekte gehörten dazu.

Zum Thema:
524 Schülerinnen und Schüler werden zurzeit von 37 Lehrerinnen und Lehrern sowie vier Referendaren am Luckauer Gymnasium unterrichtet. Der Blockunterricht beginnt um 7.30 Uhr und endet um 13.10 oder 14.55 Uhr. Mehr als die Hälfte aller Schüler gelangt täglich mit dem Bus zur Schule und zurück. Darauf sind die Zeiten von Unterricht und Arbeitsgemeinschaften abgestimmt. Aktuelle AGs sind Chor, Video-AG und Sport-AG. Mehr unter: www.bohnstedt-gynmasium.de . bkh1