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| 02:42 Uhr

Ärger über eisglatte Straße in Walddrehna

Der Weg zur Schule ist vor allem für die Kinder, die mit dem Fahrrad kommen, nicht sicher. Das Balancieren durch die vereisten Spurrinnen beginnt nach dem Bahnübergang und endet erst kurz vor der Einfahrt zu Schule und Kita.
Der Weg zur Schule ist vor allem für die Kinder, die mit dem Fahrrad kommen, nicht sicher. Das Balancieren durch die vereisten Spurrinnen beginnt nach dem Bahnübergang und endet erst kurz vor der Einfahrt zu Schule und Kita. FOTO: Birgit Keilbach/bkh1
Walddrehna. Mangelhafter Winterdienst auf der Betonstraße zur Pilzheide führt zu einer schwierigen Verkehrssituation für Anwohner, Schüler und Kita. Birgit Keilbach / bkh1

Wer die Walddrehnaer Pilzheide erreichen will, bekommt ab dem Bahnübergang ein Problem. Die Straße ist total vereist, zwischenzeitliche Auftauphasen haben tiefe Spurrinnen gegraben. "Was ich hier in Sachen Winterdienst erlebe, das ist eine Zumutung, und das seit Jahren", machte Anwohner Detlef Krautzig auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung seinem Ärger Luft. "Zwischendurch lag der Schnee bis zu zehn Zentimeter hoch auf der Straße", beschrieb er die Situation. Und kein Winterdienstfahrzeug habe ihn rechtzeitig weggeschoben. Es sei wirklich kein Zustand, wie es auf der Straße aussieht, bekräftigte Ortsvorsteher Carsten Peters (FDP) die Ausführungen des Anwohners. "Ab dem Bahnübergang kann man nur noch Schritttempo fahren." Seit mehreren Wochen müssten die Anwohner schon mit diesen Zuständen leben.

Doch nicht nur sie. Denn über diese Straße läuft auch der gesamte Zubringer- und Abholverkehr zur Kita und Grundschule. Das ist besonders gefährlich für jene Kinder, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Viele nutzen zwar den gut geräumten und gestreuten Gehweg dafür. Doch nicht alle. Und in der Kurve müssen sie trotzdem die unebene und eisglatte Fahrbahn überqueren. Zu einem Unfall ist es glücklicherweise noch nicht gekommen, wie die Rundschau auf Nachfrage in der Schule und der Kita erfuhr. "Doch muss immer erst etwas Schlimmes passieren, damit sich etwas ändert", fragt sich nicht nur Kita-Leiterin Carola Krautzig.

Heideblicks Bürgermeister Frank Deutschmann benennt mehrere Ursachen für diese Situation. Einmal habe es nicht mit dem vereinbarten Räumen ab morgens vier Uhr geklappt, weil ein Fahrer fehlte. Und beim zweiten Mal sei der Räumdienst erst am Nachmittag erfolgt, obwohl laut der Vereinbarung mit der Gemeinde im Ortsteil Walddrehna mit dem Schneeräumen begonnen werden soll. "Wir haben das mit dem zuständigen Unternehmen bereits ausgewertet", erklärte der Bürgermeister auf der Gemeindevertretersitzung.

Am Dienstag befreite die Gemeinde einen Teil der Straße vor der Schule und Kita vom Eis. "Wir haben versucht, mit eigenen Mitteln die Situation zu entschärfen, wissen aber, dass es nicht optimal ist", sagte Frank Deutschmann auf Nachfrage der RUNDSCHAU. Eine grundlegende Lösung für das Problem, die grundhafte Erneuerung der Straße, sei derzeit nicht in Sicht. Die wesentliche Ursache für die immer wieder auftretende prekäre Situation sei, dass es sich um eine Betonstraße handelt. "Diese Oberfläche vereist besonders schnell, das haben uns auch Experten schon bestätigt. Deshalb soll auch der Winterdienst dort seine Arbeit beginnen und danach in die anderen Ortsteile fahren." Eine Extra-Tour für diesen besonderen Teil der Gemeindestraßen sei nicht möglich. "Wir können das Unternehmen nur öfter rausschicken. Doch das kostet uns jeweils 2000 Euro, weil dann die gesamte vereinbarte Tour im Bereich Walddrehna-Bornsdorf gefahren wird", erläutert er.

Eine Schlussfolgerung aus der in den letzten Wochen entstandenen Situation hat Heideblicks Bürgermeister dennoch bereits gezogen. Künftig soll der Hausmeister der Schule und Kita mit seinem Multicar zusätzlich zeitnah zum Räumen und Streuen auf der Betonstraße eingesetzt werden.