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| 18:46 Uhr

Stiftung Naturlandschaften Brandenburg ergreift Maßnahmen
Ärger mit illegaler Befahrung von Naturschutzgebieten

Jüterbog . Illegale Befahrung ist ein hartnäckiges Problem in Naturschutzgebieten, vor allem auf ehemaligen Truppenübungsplätzen. Unerlaubte Aktivitäten auf diesen Flächen sind gemäß Wald- und Naturschutzgesetz eine Ordnungswidrigkeit, die mit mehreren hundert Euro Strafe belegt wird.

Darauf weist die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg nachdrücklich hin. Darüber hinaus gefährden die Fahrer die Natur, andere Menschen und sich selbst.

Die Stiftung hat im April und Mai auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog Aktionen gegen illegale Befahrung in Zusammenarbeit mit Polizei, Förstern, Stiftungsmitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern durchgeführt. Erstmals kam dabei auch ein Leichtflugzeug mit hochauflösenden Kameras zur Überwachung aus der Luft zum Einsatz.

Bei den Stiftungsflächen handelt es sich um ehemalige Truppenübungsplätze mit Munitionsbelastung außer-
halb der markierten und beräumten Wanderwege. Oftmals sind die weitläufigen, wenig erschlossenen Naturschutzgebiete für Rettungskräfte nur schwer zugänglich. Gefahren des Geländes aus der langjährigen militärischen Nutzung sind oft nicht einschätzbar, warnt die Stiftung. In der Vergangenheit kam es bereits zu einem tragischen Unfall mit Todesfolge.

Der Schaden für die Tiere und Pflanzen durch Lebensraumzerstörung, Lärm und Fahrspuren ist zudem erheblich. Durch die illegale Befahrung mit Motocross-Motorrädern und Quads werden die gesetzlich geschützten Lebensräume seltener Arten immer wieder gefährdet oder sogar zerstört. Im August 2017 wurde auf der Stiftungsfläche Lieberose bereits eine größere Gruppe von Quadfahrern gestellt und angezeigt – eine Spritztour mit Folgen.

Auch in Jüterbog führten mehrere gezielte Aktionen der Stiftung in Kooperation mit verdeckten Ermittlern und der Polizei zu Erfolgen und entsprechenden Anzeigen. Weitere Maßnahmen werden folgen.

Große, unzerschnittene Flächen, auf denen sich die Natur frei entwickeln kann, gibt es heute im dicht besiedelten Deutschland kaum noch. Deshalb müssen sie vor Vandalismus geschützt werden, fordert dieStiftung Naturlandschaften Brandenburg.