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Abenteuer am Hölzernen See

Das Feriencamp am Hölzerner See lädt die Ferienkinder ein. Sie können sich eine eigene Republik gestalten.
Das Feriencamp am Hölzerner See lädt die Ferienkinder ein. Sie können sich eine eigene Republik gestalten. FOTO: Münch
Lübben/Königs Wusterhausen. Das Kinder- und Jugenderholungszentrum vermittelt den Kindern viel Natur. Mitarbeiterkinder des Klinikums Dahme-Spreewald werden in den Ferien betreut. red/bt

Wieder ermöglicht das Klinikum Dahme-Spreewald eine "All-inclusive"-Ferienwoche für Kinder von Mitarbeitern. Damit sollen Beruf und Familie besser vereinbart werden. "Eltern werden entlastet, die in der Ferienzeit oft Schwierigkeiten mit Schließzeiten von Kitas haben", erläutert die Kliniksprecherin Ragnhild Münch.

In diesem Jahr erleben 30 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren im Kinder-und Jugenderholungszentrum (KiEZ) am Hölzernen See eine abwechslungsreiche Woche im Wald-, im Zirkus- oder im Sportcamp.

Das erste Waldcamp fiel teils in die Regenzeit im Juli - aber trotzdem nicht ins Wasser. "Zu Wochenbeginn schien die Sonne, da waren wir schwimmen im See", erzählen die Geschwister Adele (7) und Arthur (10). "Und das Grüne Gewölbe mit kleinen und großen Tieren, Gerüchen und Geräuschen ist auch ganz toll." "Das Wetter ist doof", fand Paul am Dienstag, aber: "Hier gibt es neue Freunde und ganz viel Wald", ergänzt Carlotta. Das Haus des Wassers und der Wasserspielplatz bieten nachhaltige Erlebnisse. Vom Planschen bis zu physikalischen und chemischen Experimenten ist alles möglich. Verstehen von Ökologie und Umweltschutz kommen da von ganz alleine.

"Bei Wanderungen oder Fahrradtouren lernen sich die Kinder kennen und finden zusammen", sagt Teamleiterin Claudia Uhlig. "Jeder Tag ist ein besonderer, so dass die Teilnehmer aller Camps immer gut schlafen. Zu den aufregendsten Abenteuern aller gehört die Nachtwanderung."

Die Zwillinge Lotta und Tom fanden die Fahrradtour toll - und eine gute Vorbereitung für die Reise mit Geschwistern und Eltern. Sie nehmen an der Talentshow teil und werden am Ende der Woche mit anderen den "Lion Dance" vorführen. Lotta hat eigene Ideen mit- und anderen Kids schon etwas beigebracht. Besser kann es aus Sicht der Betreuer nicht sein. Das KiEZ vermittelt Erleben und Verstehen der Natur, soziales und interkulturelles Lernen. Ein freiwilliges Jahr oder auch ehrenamtliches Engagement ist hier jederzeit möglich. Leiterin Christine Schilling freut sich besonders, frühere Teilnehmer als ehrenamtliche Helfer oder auch Betreuer und Jugendleiter mit neuen Ideen wieder zu sehen.

Die "Bunte Republik" mit unterschiedlichen Gewerken und der Währung Waldis ist mit jeder Gruppe und ihren bunten Berufen eine neue Republik, weil sie von den Kindern selbst gestaltet wird. Balancieren und Jonglieren gehören zum Training im Zirkuscamp. Am Ende der Woche stand auch hier eine große Vorführung der Artisten mit Zirkuskünsten und Zaubertricks. Das Sportcamp lockt mit kleinen und großen Bällen von Tischtennis bis Bowling, aber auch eine Kanuregattastaffel ist dabei. Abends treffen sich alle KiEZ-Kids beim Lagerfeuer auf dem Platz der Bunten Republik. Schon jetzt steht bei vielen anderen Kindern fest: "Wir packen die Koffer und fahren in das KiEZ!"

Die arbeitenden Eltern erleben diese Ferienwoche als Entlastung, sind beruhigt und begeistert zugleich: "Ich hatte ein gutes Gewissen", "wir danken für die unbeschwerte Zeit, die unsere Kinder dort gemeinsam verbrachten", "Wir wissen, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Dafür der Klinikleitung vielen Dank!" Zur Beruhigung dieser und anderer Eltern gehört, dass das Team der Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum auf KiEZ-Kids vorbereitet ist. Gefragt ist das Team allerdings sehr selten.