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| 14:32 Uhr

Start ins Schuljahr
Abc-Schützen brauchen besondere Rücksicht

Die Zuckertüten sind zum großen Teil geleert, wenn es am Montag zu ersten Mal auf den Weg zur Schule geht. Dann heißt es Vorsicht – bei den Kindern und vor allem bei den erwachsenen Verkehrsteilnehmern.
Die Zuckertüten sind zum großen Teil geleert, wenn es am Montag zu ersten Mal auf den Weg zur Schule geht. Dann heißt es Vorsicht – bei den Kindern und vor allem bei den erwachsenen Verkehrsteilnehmern. FOTO: dpa / Martin Schutt
Luckau/Lübben/Lübbenau.

Am Montag ist es soweit: Die Schule startet wieder. Für rund 1500 Mädchen und Jungen im Landkreis Dahme-Spreewald heißt es zum ersten Mal, Ranzen schultern und ab in die Schule. 852 Kinder bekommen am 18. August im Bereich des Staatlichen Schulamtes Cottbus, wozu auch der OSL-Kreis gehört, ihre Zuckertüte. 582 Abc-Schützen werden in Grundschulklassen eingeschult, 270 in Flexklassen.

Für die Kleinen bedeutet das einen neuen Lebens- und Lernabschnitt, für die Erwachsenen vor allem Vorsicht im Straßenverkehr. Denn die Abc-Schützen sind oft nicht nur Schulanfänger, sondern auch Verkehrsanfänger.
„Die Verkehrssicherheit für Schulkinder ist unser größtes Anliegen“ versichert LDS-Landrat Stephan Loge und ruft deshalb zum Schuljahresbeginn alle Verkehrsteilnehmer auf, ganz besondere Umsicht walten zu lassen.

Besonders in der Nähe von Schulen ist es wichtig mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren. Im Straßenverkehr sind Kinder oft noch überfordert, weil sie Gefahren nicht richtig abschätzen können. Daher sollten Erwachsene stets ein gutes Beispiel abgeben, wenn sie mit ihren Kindern unterwegs sind. Wenn Erwachsene noch schnell bei Rot über die Straße laufen, weil sie es eilig haben, dann verstehen Kinder nicht, warum sie selbst warten sollen, bis es Grün wird. Sie können die Regeln nur befolgen, wenn sie diese auch verstehen.
Die Kinder sollten möglichst die Straße nur an Ampeln und Fußgängerüberwegen überqueren, für den Fußweg zur Haltestelle ausreichend Zeit einplanen und auf dem Schulweg mit gut erkennbarer Kleidung unterwegs sein, damit sie gerade in der nahenden dunklen Jahreszeit besser und schneller von Autofahrern gesehen werden.

Damit die jüngsten Schulkinder sicher in ihren Einrichtungen ankommen, wird die Polizei die Schulwege besonders überwachen „Wir werden in den ersten zwei Wochen des neuen Schuljahres Kollegen an und vor Schulen stellen und dort verstärkt kontrollieren, um den Kindern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen“, teilt Peter Meyritz, Leiter der Polizeidirektion West, mit. „Leider müssen wir im Vergleich zum Jahr 2016 einen Anstieg der Schulwegunfälle um 29 auf 131 im Jahr 2017 verzeichnen. Die Zahl der Verletzten bei diesen Unfällen stieg ebenfalls von 94 auf 117 an“, sagt er. „Die Kontrollen werden auch nach den Herbstferien fortgesetzt“, informiert Polizeisprecherin Ines Gnerlich schon mal vorab.

Damit sich die Unfallentwicklung nicht fortsetzt, müssen alle Partner gemeinsam an einem sicheren und unfallfreien Schulweg arbeiten. Vor allem Eltern sollten ihren Kindern vor Schulbeginn und während der ersten Tage ihres neuen Lebensabschnittes die notwendige Sicherheit mit auf den Schulweg geben.