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| 01:00 Uhr

Abbau von Verkehrsschildern sorgt in Prensdorf für Unmut

Prensdorf.. In Prensdorf sind die Schilder für Haupt- und Nebenstraßen abmontiert worden. Seit Wochenbeginn gilt dort rechts vor links. Carmen Berg

Bei der Gemeindevertretersitzung von Dahmetal am Mittwochabend im Prensdorfer Gemeindehaus bringt Ortsbürgermeister Manfred Lehmann den Unmut der Anwohner zum Ausdruck. Er erklärt: Die bisherige Hauptstraße bleibe die Straße, auf der sich der meiste Verkehr bewege. Die Landwirtschaft müsse sie nutzen. Sie führe direkt zur Stallanlage. Es sei nicht von Vorteil für den unlängst instand gesetzten Straßenbelag, wenn die schwere Technik halten müsse. Zudem würde kaum jemand die neue Regelung beachten. Das sei ein Sicherheitsrisiko.
Dahmes Bauamtsleiterin Christina Denkel entgegnet: „Der Ortskern ist eine Tempo-30-Zone. Und das seit Jahren.“ Dafür, so Christina Denkel, sei rechts vor links vorgeschrieben. Die Schilder hätten längst nicht mehr stehen dürfen. Sie erinnert daran, dass die Geschwindigkeitsreduzierung ein Wunsch der Prensdorfer war.
Dahmetals Bürgermeister Manfred Hartfelder schlägt eine deutlich sichtbare Dreißig auf der Fahrbahn vor. Manfred Lehmann sieht darin wenig Sinn. Er fürchtet: „Dadurch wird den Kraftfahrern die geänderte Vorfahrtregelung nicht bewusst.“ Besser wäre es, glaubt Lehmann, auf die Geschwindigkeitsreduzierung zu verzichten und den alten Zustand der Beschilderung wiederherzustellen. Bürgermeister Hartfelder lehnt das aus Kostengründen ab.
Anwohner verweisen darauf, dass in anderen Orten bei geänderter Vorfahrt Warnschilder darauf hinweisen würden. Die Prensdorfer hingegen seien über Nacht mit der neuen Lösung konfrontiert worden, so der Vorwurf.
Der Bürgermeister sieht das anders. Er betont: „Jeder lernt schon in der Fahrschule, was eine Tempo-30-Zone bedeutet.“ Die Zahl auf der Straße wird zunächst als Kompromiss ausprobiert.