(asd) Die Stadt Golßen (Unterspreewald) bewirbt sich für das Städtebauförderungsprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“. Um in das Programm aufgenommen zu werden, muss zuvor ein integriertes Stadtentwicklungskonzept (Insek) erstellt werden. Beide Vorhaben wurden jetzt auf den Weg gebracht. Die Mitglieder des Hauptausschusses stimmten während ihrer Sitzung  einstimmig zu.

„Es geht ums Geld“, sagte Michael Bock (CDU) und warb um Zustimmung der anderen Mitglieder des Gremiums. „Wenn wir nicht zustimmen und uns deshalb Fördermittel verloren gehen, können wir einpacken.“ Der Stadtverordnete verwies darauf, dass die Stadtverordnetenversammlung den geplanten Projekten längst grünes Licht erteilt habe.

Die Sanierung des Schlosses etwa sei eines dieser Vorhaben, sagt Sieglinde Standfuß. Unterspreewalds Kämmerin zufolge sei geplant, Fördermittel für das Schloss zu beantragen: „Ohne Insek gibt es keine positive Stellungnahme.“ Das integrierte Stadtentwicklungskonzept bildet laut Amtsverwaltung die Grundlage für verschiedene Förderungen des Bunds und der Länder. Es ist ein Planungsinstrument und trifft wichtige Aussagen zur nachhaltigen Entwicklung einer Stadt. Auch Golßen will jetzt eine Entwicklungsstrategie erarbeiten, aus der sich Einzelmaßnahmen ablesen und hinsichtlich ihrer Priorität umsetzen lassen.

Im ersten Schritt soll eine Bewerbung für das Städtebauförderungsprogramm verfasst werden. Darin sollen soziodemografische Rahmenbedingungen und die städtebaulichen Bedarfe der Stadt ermittelt werden. Das Programm zielt auf Kleinstädte wie Golßen ab, die im ländlichen Raum eine Ankerfunktion besitzen, also eine Daseinsvorsorge für die Stadt und das Umland aufrechthalten müssen. „Um weiter Fördermittel zu erhalten, müssen wir alle Maßnahmen im integrierten Stadtentwicklungskonzept aufzeigen“, sagt die Vize-Bürgermeisterin Annett Schmidt (SPD).

Golßen hat für das Stadtsanierungsgebiet „Altstadt Golßen“ seit 1998 Geld über das Programm „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“ erhalten. Diese Fördermöglichkeit ist laut Verwaltung ausgeschöpft. Um weiterhin von der Städtebauförderung zu profitieren, sind das Insek sowie die Bewerbung für das Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ nötig.