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| 02:48 Uhr

83 Radler strampeln für einen guten Zweck

Jeder Teilnehmer und jede Runde zählten für den guten Zweck bei "Luckau radelt".
Jeder Teilnehmer und jede Runde zählten für den guten Zweck bei "Luckau radelt". FOTO: Keilbach/bkh1
Luckau. Luckauer haben wahrlich großen Sportsgeist. Denn die mittäglichen 36 Grad Celsius im Schatten sind am Sonntag eine enorme Herausforderung gewesen. Zum siebten Mal waren die Berstestädter aufgerufen, sich für einen guten Zweck am Innenstadt-Rundkurs zu beteiligen. 83 Radler aller Altersgruppen waren dabei. Birgit Keilbach / bkh1

Diesmal zählte jede dieser Runden dreifach, erbrachte also statt einem drei Euro für den guten Zweck. Die gesamte Fahrtzeit wurde zudem um 15 Minuten und somit auf die Hälfte reduziert - ein Tribut an die Witterung. Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) freute sich über die beachtliche Beteiligung und gab den Startschuss.

Den Anstoß dazu, mit dem Erlös Fahrradhelme für die Schulanfänger zu kaufen, habe im vergangenen Jahr Radprofi Maximilian Levy gegeben. "Ihm war aufgefallen, dass viele Kinder ohne Helm mitfahren", sagte der Verwaltungschef und aktive Triathlet. Gut behelmt werden die Schulanfänger demnächst mehr Sicherheit auf ihrem Schulweg haben. Denn im Ergebnis der Aktion standen 1455 Euro auf dem Scheck, den Peter Gronem an den Bürgermeister überreichte. Der Inhaber der gleichnamigen Kommunal- und Industrieversicherungsmakler GmbH aus Cottbus sponsert die Aktion, weil ihm der Radsport am Herzen liegt "und um auf diese Weise der Stadt für die gute Zusammenarbeit zu danken." Zugleich absolvierten die zwei jüngeren Töchter Victoria und Emilia mit den Luckauern gemeinsam die Runden für den guten Zweck.

"Mit dem Erlös können 59 Fahrradhelme für die neuen Grundschüler bezahlt werden", informierte Moderator Jürgen Kramer die ziemlich geschaffte, aber glücklich applaudierende Radlergemeinschaft. Auch das in Luckau-Alteno ansässige Unternehmen Lausitzer Klärtechnik (LKT), Sponsor des gleichnamigen Radprofi-Teams unter Leitung von Steffen Blochwitz, unterstützte wie in den Vorjahren die Aktion organisatorisch und finanziell. Sie war wiederum eingebettet in das Bundesliga-Rennen der deutschen Radsport-Junioren. Am Samstag war Luckau zudem Gastgeber der Deutschen Junioren-Meisterschaften im Einzelzeitfahren.

Während der deutsche Profi-Nachwuchs am Vormittag seine Runden absolvierte, konnten die Kinder auf dem Markt einen Fahrradparcours der Verkehrswacht Dahme-Spreewald absolvieren. Am Infomobil der Polizei aus Königs Wusterhausen hatte Polizeihauptmeister Heinz-Ulrich Sauer mit der Codierung von Fahrrädern gut zu tun. "In den ersten zwei Stunden habe ich 25 Räder codiert, zwischendurch bildete sich sogar eine Schlange", zeigte sich der Polizist zufrieden mit der Resonanz auf das erstmalige Angebot am großen Luckauer Radsporttag. Marita Niendorf nutzte das Angebot für die Räder ihrer Söhne Dominik und Pascal gern. Sie hofft, dass Diebe abgeschreckt werden und wenn ein Rad doch gestohlen werde, es schneller wiedergefunden werden kann. "Weil es für einen guten Zweck ist, radeln wir heute mit", ergänzte die Luckauerin. Es sei eine gute Möglichkeit, Luckau ohne großen Aufwand zu unterstützen "und dabei die Gemeinschaft zu erleben. Das ist auch wichtig für die Kinder", begründete Carina Miles die Beteiligung an "Luckau radelt". Mit den Töchtern Joanna, Amy und Edith sowie dem kleinen Pflegesohn ging die Luckauerin auf den Rundkurs. "Danach gibt es erst Eis für alle und dann geht es an den See", hatte sie auch die passende Belohnung für das Quartett in Aussicht gestellt.

Die volkssportliche Aktion "Luckau radelt für einen guten Zweck" findet seit 2009 jährlich begleitend zu einer Profi-Radsportveranstaltung in Luckau statt. Im vergangenen Jahr kam der Erlös den Ortsteilen Karche-Zaacko und Kreblitz zugute.