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| 02:42 Uhr

2017 sind Hauptstraße und Kitas Schwerpunkte

Während Staatssekretärin Ines Jesse anlässlich der Straßeneinweihung an der B 102 Ende August weitere Bauabschnitte in Aussicht stellte, rollte über die neue Asphalt-Fahrbahn im Stadtkern bereits der Verkehr.
Während Staatssekretärin Ines Jesse anlässlich der Straßeneinweihung an der B 102 Ende August weitere Bauabschnitte in Aussicht stellte, rollte über die neue Asphalt-Fahrbahn im Stadtkern bereits der Verkehr. FOTO: be
Der erste Bauabschnitt der Dahmer Ortsdurchfahrt ist fertiggestellt worden, die Feuerwehr bekam ein modernes Gerätehaus. Das Jahr 2016 hat in der Flämingstadt erfreuliche Spuren hinterlassen. Doch neue Herausforderungen stehen vor der Tür. Die RUNDSCHAU sprach über die nächsten Pläne mit Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos).

Herr Pätzig, der Ausbau der B 102 ist noch nicht komplett. Wie soll es weitergehen?
Vom Landesbetrieb für Straßenwesen als Bauherrn ist angekündigt, dass zu Jahresbeginn die Aufträge für den Abschnitt zwischen den Abzweigen Luckenwalder und Herzberger Straße vergeben werden. Aus derzeitiger Sicht sollen die Arbeiten im April starten und Ende 2017 abgeschlossen sein. Der zweite Bauabschnitt wird dabei in mehrere Unterabschnitte geteilt, um von den Landesstraßen eine Zufahrt zur Bundesstraße zu sichern.

Neben diesem Hauptprojekt wird auch der Stiftweg in Dahme saniert. Das Betonpflaster wird durch eine neue Straßendecke ersetzt.

Wo wird außer an Straßen noch investiert?
Im Februar rücken Bauleute in der Kita "Schwalbennest" im Ortsteil Rosenthal an. Für rund 180 000 Euro werden dort mit Zuwendungen aus dem Kommunal-Investitionsfördergesetz die alte Ölheizung entfernt, eine Fußbodenheizung installiert, die Fassade gedämmt sowie die Sanitäranlagen instand gesetzt. Während der Arbeiten bleibt die Kita in Trägerschaft des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) für ein halbes Jahr geschlossen. Die Kinder werden vorübergehend in anderen ASB-Einrichtungen betreut.

Profitieren noch andere Gebäude von dem Förderprogramm?
Nach Bauabschluss in Rosenthal ist aus demselben Fördertopf eine Sanierung der ASB-Kita "Zwergenland" in Dahme vorgesehen. Für rund 304 000 Euro werden Sanitäranlagen und Elektrik auf Vordermann gebracht sowie Decken und Wände gedämmt, um Energie zu sparen und den Lärmpegel zu reduzieren. Neben dem Lärmschutz ist Energieeffizienz ein wesentlicher Aspekt des Förderprogramms. So wird beispielsweise auch an der Oberschule für 80 000 Euro sowie in der Sportwelt für 106 000 Euro die Beleuchtung auf LED umgerüstet.

Viel Geld fließt in Einrichtungen für die Jüngsten. Bleiben noch Wünsche offen?
Die Kita "Baumkuchen" in Heinsdorf braucht ebenfalls eine Kur. Sie stand zeitweilig vor dem Aus, hat sich aber wieder gut entwickelt. Wir bereiten Planungen vor und hoffen auf Geld aus dem EU-Programm der ländlichen Entwicklung.

Entstehen sollte auch ein größerer Rewe-Markt in der Stadt. Doch bisher tut sich dort nichts.
Die Maßnahme verzögert sich. Der jetzige Investor hat die Immobilie erst im August erworben. Es ist derselbe Bauherr, der den Markt in Golßen errichtet hat. Geplant ist eine Fertigstellung des Marktes in Dahme bis Ende 2018. Ich gehe davon aus, dass die notwendige Änderung des Bebauungsplanes in diesem Jahr öffentlich diskutiert wird. Schwerpunkt wird dabei die Verlegung der Schellstraße sein.

Vorgestellt wurde 2016 das Konzept für die Schlossparksanierung. Wird davon im neuen Jahr etwas zu sehen sein?
Die Umsetzung des Konzeptes erfolgt schrittweise, in Abhängigkeit von der Haushaltslage. Wir haben vor, in diesem Jahr in einer Ausgleichsmaßnahme für den Windparkbau die Entschlammung des Teiches anzugehen.

Werden die geplanten Vorhaben realisiert, wird Dahme wieder ein Stück schöner. Doch viele leere Schaufenster trüben das Bild.
Die Situation des Einzelhandels ist schwierig, die kleinen Läden sind dem Druck großer Ketten und des Online-Handels ausgesetzt. Zum Heiligabend hat mit dem Lebensmittelmarkt am Töpfermarkt ein weiteres Geschäft aufgegeben. Eine Patentlösung sehe ich nicht. Jedoch denke ich, es sind gute Ideen für Aktionen nötig, die Lust aufs Einkaufen in Dahme machen. Sie können aber nur aus der Händlerschaft selbst kommen. Eine tolle Sache war das Abschlussfest der Gewerbetreibenden für die Bauleute der Hauptstraße.

Ins Jahr 2017 geht das Amt Dahme mit Heiratsabsichten. Als Kandidat hat sich die Nachbargemeinde Niederer Fläming mit rund 3300 Einwohnern vorgestellt. Wie ist das weitere Vorgehen?
Wir wollen die Fusion soweit vorbereiten, dass ein Zusammenschluss zum 1. Januar 2018 erfolgen kann. Das wird eine Herausforderung, der Niedere Fläming bringt selbst 20 Ortsteile in das künftige größere Amt Dahme ein. Mit Sicherheit muss es aufgrund der Entfernungen eine Außenstelle der Amtsverwaltung geben. Auch ist zu klären, wie mit den Feuerwehren und der Schule in Werbig umzugehen ist. Gegenwärtig machen beide Verwaltungen eine Bestandsaufnahme. Im nächsten Schritt werden die öffentlich-rechtlichen Verträge vorbereitet, die dann in den Gemeinden diskutiert werden müssen. Wir wollen beim Zusammenschluss Erfahrungen des Amtes Unterspreewald nutzen, wo ein Zusammengehen mit der Stadt Golßen gut funktioniert hat.

Das Gespräch mit Frank Pätzig führte Carmen Berg