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| 02:57 Uhr

132 Firmen tragen Spreewald-Logo

Unter der Dachmarke Spreewald werden die Produkte der Region vermarktet. Foto: TVB
Unter der Dachmarke Spreewald werden die Produkte der Region vermarktet. Foto: TVB FOTO: TVB
Lübben. 132 Unternehmen sind nach Angaben des Spreewaldvereins aktuell zertifiziert. Sie bieten über 1300 Artikel und Dienstleistungen an. bkh2

Hauptthema der Strategie ist die zielgerichtete Entwicklung von Wertschöpfungs-Partnerschaften. "Von 2003 bis 2007 wurden diese in der konventionellen regionalen Fleisch- und Wurstwarenbranche mit über 340 000 Euro aus den Förderprogramm Leaderplus mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg gefördert", sagt Dr. Dietmar Liedtke, externer Marketingberater des Spreewaldvereins. Zahlreiche neue Produkte seien entstanden, zum Beispiel die "Spreewälder Gurkenbockwurst": Die Schweine dafür würden in der Agrargenossenschaft Turnow aufgezogen, im Schlachthof in Kasel-Golzig geschlachtet und das Fleisch in der Landfleischerei in Turnow verarbeitet. Die Gewürzgurken für die Gurkenbockwurst beziehe der Betrieb von den Gurkenverarbeitern aus der Region. So entstehe ein regional produziertes, zertifiziertes Spreewald-Produkt, erläutert der Marketingfachmann.

In den Jahren 2010/11 wurden derartige Partnerschaften in der Fischereiwirtschaft entwickelt. Ein Ergebnis ist die "Spreewälder Karpfensülze", erhältlich im Fischerstübchen in Leipe. Die Karpfen stammen aus den Stradower Teichen oder vom in Raddusch ansässigen Fischverarbeitungsbetrieb, die Gewürzgurken liefert der Boblitzer Gurkenveredler.

Ab September 2011 folgten derartige Projekte in den Branchen Ölsaaten- und Milcherzeugnisse sowie Bio-Fleisch- und Wurstwaren. "Erste Innovationen wurden auf der Grünen Woche im Januar vorgestellt", sagt Dr. Dietmar Liedtke. Dazu zählen ein "Spreewälder Schafskäse mit Meerrettich" vom Milchschafhof Jarick in Kolkwitz-Kackrow und ein "Spreewälder Dill-Leinöl", das im Slawischen Hof in Eichow gepresst wird.

Künftig soll noch mehr Leinöl aus in der Wirtschaftsregion angebauter Leinsaat gepresst werden. Dafür hat sich laut Liedtke die Anbaufläche 2012 mehr als verdoppelt. In Vorbereitung sei ein weiteres Projekt. "Sechs Agrarunternehmen der Region wollen künftig an neun Standorten Milchtankstellen für ‚Original Spreewaldmilch‘ errichten, blickt der Marketingberater voraus.