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| 19:14 Uhr

Landespolitik
Linke wollen mehr Engagement für den Sorbisch-Unterricht

Dresden/Postdam . Brandenburg und Sachsen sollen sich stärker für den Sorbischunterricht in Kindertagesstätten und Schulen engagieren. Das fordern die Linksfraktionen in den Landtagen von Potsdam und Dresden in einem gemeinsamen Positionspapier, das am Sonntag veröffentlicht wurde und der RUNDSCHAU vorliegt. Beide Länder sollten sich an der Sicherung eines ausreichenden Angebots an Kindertagesstätten angemessen beteiligen. Bislang werden Witaj-Gruppen in Brandenburg über die Stiftung für das sorbische Volk gefördert. Die Linken mahnen in ihrem Papier jedoch eine direkte Förderung seitens des Landes an. Immerhin sei der Schutz der sorbisch/wendischen Sprache in Brandenburg in der Landesverfassung festgeschrieben. Zudem bestehe in beiden Ländern ein erheblicher Bedarf an der Aus- und Weiterbildung von Erziehern. „Hier muss schnell gehandelt werden, damit bestehende Projekte nicht in Gefahr geraten und neue Projekte, wo immer sie sinnvoll sind, entstehen können“, heißt es in dem Papier. „Insbesondere in Brandenburg muss die Stabilisierung der Witaj-Gruppen im Vorschulbereich mit der zeitgleichen Qualifizierung des Kita-Personals verbunden werden; aufgrund der Bedrohung der Sprachsubstanz in der Niederlausitz darf es hier keine weiteren Verzögerungen geben.“ Von Benjamin Lassiwe

Brandenburg und Sachsen sollen sich stärker für den Sorbischunterricht in Kindertagesstätten und Schulen engagieren. Das fordern die Linksfraktionen in den Landtagen von Potsdam und Dresden in einem gemeinsamen Positionspapier, das am Sonntag veröffentlicht wurde und der RUNDSCHAU vorliegt. Beide Länder sollten sich an der Sicherung eines ausreichenden Angebots an Kindertagesstätten angemessen beteiligen. Bislang werden Witaj-Gruppen in Brandenburg über die Stiftung für das sorbische Volk gefördert. Die Linken mahnen in ihrem Papier jedoch eine direkte Förderung seitens des Landes an. Immerhin sei der Schutz der sorbisch/wendischen Sprache in Brandenburg in der Landesverfassung festgeschrieben. Zudem bestehe in beiden Ländern ein erheblicher Bedarf an der Aus- und Weiterbildung von Erziehern. „Hier muss schnell gehandelt werden, damit bestehende Projekte nicht in Gefahr geraten und neue Projekte, wo immer sie sinnvoll sind, entstehen können“, heißt es in dem Papier. „Insbesondere in Brandenburg muss die Stabilisierung der Witaj-Gruppen im Vorschulbereich mit der zeitgleichen Qualifizierung des Kita-Personals verbunden werden; aufgrund der Bedrohung der Sprachsubstanz in der Niederlausitz darf es hier keine weiteren Verzögerungen geben.“

An den Schulen sollten die Länder beispielsweise die „rechtlichen Voraussetzungen für kleine Gruppen im Sprachunterricht“ schaffen. Auch bei Unterschreitung der Mindestschülerzahl von 5 sollte am Ort sorbischer Unterricht stattfinden. Nötig sei ferner „eine solide Bestandsanalyse“ der Lehrkräftesituation für Sorbisch/Wendisch und des bilingualen Unterrichts in den nächsten 10 – 15 Jahren. Zudem solllten mehr Schülerinnen und Schüler für ein Lehramtsstudium Sorbisch/Wendisch und den Erwerb spezieller Kompetenzen für den bilingualen Unterricht gewonnen werden. Die Qualität der Ausbildung von Lehramtsbewerberinnen und -bewerbern im Leipziger Studiengang Sorabistik sollte verbessert werden, „gegebenenfalls ist auch die Schaffung von Ausbildungskapazitäten in Brandenburg ernsthaft zu prüfen.“