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| 17:36 Uhr

Welzower klagen über Kohlestaub
Leag will schwarze Niederschläge in Welzow prüfen

So sah es am Sonntag in Welzow aus
So sah es am Sonntag in Welzow aus FOTO: Hannelore Wodtke/Grüne Zukunft Welzow / LR
Welzow. Die „Allianz für Welzow“ hat auf frischem Schnee am Wochenende am Stadtrand einen deutlichen Kohlestaubniederschlag beobachtet. Sie sieht darin den Beleg für massive Belastungen durch den benachbarten Tagebau. Das Bergbauunternehmen Leag lässt den Niederschlag jetzt prüfen.

Das Bergbauunternehmen Leag wird den im März an drei Messpunkten in Welzow (Spree-Neiße) aufgefangenen Staub nicht nur mengenmäßig messen, sondern auch auf seine Herkunft untersuchen lassen. Das kündigte Unternehmenssprecher Thoralf Schirmer am Montag an. Die Ergebnisse sollen zeitnah veröffentlicht werden.

Der Betreiber des Tagebaus Welzow-Süd reagiert damit auf den Vorwurf der „Allianz für Welzow“, dass am Sonntag der Schnee ortsnah mit einer dicken Kohlestaubschicht bedeckt gewesen sei. Damit werde deutlich, was sich in der Luft bewege und eingeatmet werde, so die Stadtverordnete Hannelore Wodke (Grüne Zukunft Welzow). Proben des „schwarzen Schnees“ würden an die Umweltbehörden übermittelt.

Die Leag verweist darauf, dass über ihr Staub-Messnetz der gesetzeskonforme Betrieb des Tagebaus überwacht werde. Im Januar und Februar habe es dabei keine Auffälligkeiten gegeben.

(sim)