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| 16:40 Uhr

Stadionverbot gegen FCE-Hooligan
Rechtsextremist nimmt Klage gegen Stadionverbot zurück

Randale beim Auswärtsspiel des FCE beim SV Babelsberg 03. Bei solchen Zwischenfällen immer beteilt, Anhänger der rechtsextremen Gruppe „Inferno“.
Randale beim Auswärtsspiel des FCE beim SV Babelsberg 03. Bei solchen Zwischenfällen immer beteilt, Anhänger der rechtsextremen Gruppe „Inferno“. FOTO: Sven Bock
Cottbus. In der Auseinandersetzung mit rechtsextremen Hooligans hat der FC Energie Cottbus einen Erfolg erzielt. Wie der Cottbuser Amtsgerichtsdirektor Michael Höhr bestätigte, hat ein Forster seine Zivilklage gegen ein vor einem Jahr vom FCE gegen ihn ausgesprochenes bundesweites Stadionverbot zurückgenommen.

Das Verbot gilt bis Ende Mai 2021.

Der Hooligan war langjähriges Mitglied und einer der führenden Köpfe der rechtsextremistischen Fan-Gruppe „Inferno“, die sich angeblich vor einem Jahr selbst aufgelöst hat. Der FCE hatte das Stadionverbot mit dessen Rolle in der Gruppe als Rädelsführer und deshalb von ihm zu erwartenden weiteren „Störungen“ begründet.

Als Belege für die von den „Inferno“-Anhängern ausgehende Gefahr hatte der FCE vor allem auf die Zwischenfälle 2016/17 bei den Spielen gegen den SV Babelsberg 03 hingewiesen. Beim Heimspiel in Cottbus waren die Potsdamer im Stadion durch „Inferno“-Anhänger übel beleidigt und Babelsberg-Fans vor dem Spiel in der Stadt regelrecht gejagt worden. Der Forster Hooligan sei daran maßgeblich beteiligt gewesen, heißt es in der Begründung des Stadionverbotes durch den FCE.

Wie tief dieser in rechtsextremistischen Strukturen steckt, zeigt ein Ereignis vor wenigen Wochen. Im Juni nahm er im Erzgebirge an einem konspirativ organisierten Kampfsportturnier von Neonazis teil.

Der FC „Energie“ muss nun nach Auskunft von Geschäftsführer Norman Kothe entscheiden, ob er der Rücknahme der Zivilklage des Hooligans gegen das Stadionverbot zustimmt, oder es auf ein Urteil des Amtsgerichtes Cottbus ankommen lässt. Bei Zustimmung könnte der Hooligan vor Ablauf der Verbotsfrist erneut klagen. „Wir prüfen das jetzt in Ruhe mit unseren Juristen“, so Kothe.

(sim)