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| 18:45 Uhr

Lausitzer Seenland
Zwei Rückkehrer für Partwitz

Der Sveda Hof eröffnet am Samstag, nach vier Monaten Umbau. Die Rückkehrer Ronny und Nannette Hubein (v.l.) und Eigentümerin Dana Kranz freuen sich auf die ersten Gäste anlässlich der Seenland-Tage.
Der Sveda Hof eröffnet am Samstag, nach vier Monaten Umbau. Die Rückkehrer Ronny und Nannette Hubein (v.l.) und Eigentümerin Dana Kranz freuen sich auf die ersten Gäste anlässlich der Seenland-Tage. FOTO: Sascha Klein / LR
Klein Partwitz. Ein Lausitzer Paar kehrt aus München zurück und fängt gemeinsam mit dem Sveda Hof neu an. Von Sascha Klein

Der Countdown läuft für Dana Kranz und ihren Lebensgefährten Sven Hoffmann. Beide wollen sich mit ihrer eigenen Gaststätte in Klein Partwitz einen Traum erfüllen. Wenige Tage vor der Eröffnung gibt es eigentlich überall noch etwas zu tun. Aber es ist zu sehen: Von der alten „Anker“-Optik in den Gasträumen ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die beiden Potsdamer, die seit Januar in der Lausitz heimisch sind, wollen ihrer „Plinserie“ ein frisches Ambiente geben. Ihr Sveda Hof – der Name ist eine Kombination aus Sven und Dana – soll sich von anderen Angeboten in der Region abheben.

Zwei, die zum Erfolg der Gastronomie beitragen sollen, sind Ronny und Nannette Hubein. Die 34-jährige Restaurantfachfrau mit Hoyerswerdaer Wurzeln und der 35-jährige Küchenchef aus Weißwasser haben in den vergangenen 19 Jahren in München gelebt und gearbeitet. Dort sind auch ihre beiden Kinder zur Welt gekommen. Doch jetzt haben sie sich für eine Rückkehr in die Lausitz entschieden. Wie Dana Kranz und Nannette Hubein zueinander gefunden haben, war ein echter Zufall. Die 34-Jährige hat bei Ebay Kleinanzeigen im Internet ein Jobgesuch veröffentlicht – als Restaurantfachfrau in Teilzeit. Gelesen hat diese Anzeige allerdings nicht Dana Kranz, sondern ihre Nachbarin Anja Ittmann. Deren Familie hat zuvor die Gastwirtschaft über gut zwei Jahrzehnte geführt. Gemeinsam mit ihrem Bruder arbeitet sie nebenan. „Anja hat das Gesuch gesehen und mir sofort Bescheid gegeben“, sagt Dana Kranz.

Nach und nach haben die Hubeins ihre Zelte in Bayern abgebrochen und in der Heimat aufgeschlagen. Sie wohnen zurzeit in Hoyerswerda, die Kinder haben sich dort eingelebt und schon nach ganz kurzer Zeit in der Schule neue Freunde gefunden. Jetzt möchte die Familie ein Häuschen bauen und endgültig wieder ankommen. „Der größte Grund wiederzukommen, war schon die Familie“, sagt Ronny Hubein. „Früher haben die Kinder Opa, Oma, Cousine und Cousin durch die Entfernung nur ein paar Mal im Jahr sehen können“, sagt der Küchenchef. „Jetzt haben wir sie quasi nebenan.“

Auch bei Sveda-Hof-Inhaberin Dana Kranz und ihrem Partner Sven Hoffmann hat der „Zufalls-Fund“ viel Euphorie ausgelöst. „Im Team arbeitet es sich natürlich viel besser, wenn man zwei Leute dabei hat, die vom Fach sind“, sagt die 35-Jährige. So tüfteln sie seit einigen Wochen zu viert über die neue Ausrichtung der Gastronomie. „Unser Café-Konzept bleibt bestehen“, sagt Dana Kranz. Das bedeutet: Die Plinse in vielen verschiedenen Varianten, von süß bis herzhaft, bleiben im Fokus. „Durch Ronny und Nannette sind wir jetzt aber viel variabler“, betont die Chefin. Neben den Plinsen soll es eine kleine Wochenkarte mit zwei oder drei wechselnden Hauptspeisen geben. Was geboten wird, ist auch teils saisonabhängig. Ronny Hubein will jetzt zum Beispiel den Bergener Spargel in seine Ideen einbauen. „Wir versuchen regional zu bleiben, so oft es eben geht“, betont er.

Die Seenland-Tage am kommenden Wochenende werden für die neue Gastronomie in Klein Partwitz der Startschuss. Am Samstag steht ein Tag der offenen Tür an, ab Sonntag dann normales Programm. Die vier Protagonisten hoffen auf viele Besucher. Wobei ihnen klar ist, dass sich in den ersten Tagen die Automatismen erst einspielen müssen – das ist in jedem Gastro-Betrieb so. Allerdings haben sie am vergangenen Wochenende bereits eine Gruppe von rund 35 Personen verköstigt. Die Generalprobe, so sagt Dana Kranz, war vielversprechend.