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Brände
Zwei Großeinsätze für Hoyerswerdas Feuerwehr

Erst am Samstagmorgen brannte in Hoyerswerda eine ehemalige Gaststätte komplett nieder, am Abend mussten die Kameraden der Feuerwehr zum nächsten Großbrand in der Stadt ausrücken. Diesmal wütete das Feuer auf dem Gelände einer Baumschule in der Spremberger Chaussee.
Erst am Samstagmorgen brannte in Hoyerswerda eine ehemalige Gaststätte komplett nieder, am Abend mussten die Kameraden der Feuerwehr zum nächsten Großbrand in der Stadt ausrücken. Diesmal wütete das Feuer auf dem Gelände einer Baumschule in der Spremberger Chaussee. FOTO: Henry Gbureck
Hoyerswerda. Gleich zwei Großeinsätze hatte die Feuerwehr in Hoyerswerda am Samstag zu bewältigen. Erst brannte eine ehemalige Gaststätte, dann wurde Feuer aus einer Baumschule gemeldet – nicht zum ersten Mal. Von Bodo Baumert

Der erste Alarm wurde am Samstagmorgen gegen 6 Uhr ausgelöst. Die eintreffenden Wehren fanden die ehemalige Gaststätte „Am Elsterstrand“ in vollen Flammen stehen. Ein Löschen des Holzhauses, das seit Jahren zum Verkauf steht, gestaltete sich schwierig. Die Einsatzkräfte konnten es nur noch kontrolliert abbrennen lassen. Ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohngebäude konnten die Wehren verhindern. Laut Polizei hatte das Holzhaus einen Wert von etwa 10 000 Euro. „Das Brandobjekt Am Elsterbogen wurde durch die Brandeinwirkung stark beschädigt, so dass eine akute Einsturzgefahr für das Objekt besteht“, berichtet Stadtsprecher Bernd Wiemer. Die Feuerwehr war mit 14 Löschfahrzeugen im Einsatz und musste über den Tag immer wieder kleine Glutherde ablöschen.

Der zweite Brand ereignete sich am Abend in der Baumschule an der Spremberger Brücke, wenige hundert Meter vom ersten Brandort entfernt. Zwei Schuppen standen hier in Flammen. Die Feuerwehr traf gegen 17.30 Uhr vor Ort ein und musste zunächst eine Wasserversorgung aus der Elster organisieren. Anschließend konnte das Feuer gelöscht werden. Die Schuppen brannten aber ebenso wie die alte Gaststätte komplett aus.

Für die Feuerwehr ist es nicht der erste Einsatz in der Baumschule. Bereits Anfang August hatte es auf dem Gelände gebrannt. Gleich drei Schuppen und als Lager genutzte Hütten hatten damals in Flammen gestanden.

Was diesmal Auslöser der beiden Feuer war, müssen nun die Brandermittler der Polizei klären. „Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu dem Sachverhalt aufgenommen“, berichtet Uwe Seeger vom Führungs- und Lagezentrum der Polizei in Görlitz. Eine natürliche Brandursache ist zumindest im Fall der Baumschule unwahrscheinlich, stehen die beiden abgebrannten Gebäude doch rund 30 Meter auseinander, wie die Polizei berichtet.