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| 13:47 Uhr

Computer-Museum
DDR-Rechengerät rattert wieder

Horst Tschiedel (l.) erklärt Britt und Stefan Nowaczyk, wie das Datenerfassungsgerät C 8033 funktioniert.
Horst Tschiedel (l.) erklärt Britt und Stefan Nowaczyk, wie das Datenerfassungsgerät C 8033 funktioniert. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Technik ist im Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda in Aktion zu erleben. Von Katrin Demczenko

Horst Tschiedel vom Museumsförderverein, dem „Konrad Zuse Forum Hoy­erswerda“ hat ein etwa 45 Jahre altes Datenerfassungsgerät wieder zum Leben erweckt. Er arbeitete einst beim technischen Kundendienst des Kombinates Robotron. Er hatte das beim VEB Rechenelektronik Meiningen/Zella-Mehlis hergestellte Cellatron C 8033 für das Zuse-Computer-Museum (ZCOM) erworben. Bei der kommunalen Wohnungsverwaltung Bautzen war das aus einer Schreibmaschine und einem Lochbandstanzer bestehende Gerät im Einsatz gewesen. Ein ehemaliger Mitarbeiter hatte es nach 1990 in seinem Keller eingelagert und im Jahr 2000 dem Zuse-Computer-Museum überlassen, erzählt Tschiedel. Er hat die Maschine in alle Einzelteile zerlegt, gesäubert, wieder zusammengesetzt und nun am Museumsstandort Bonhoeffer-Straße in Aktion präsentiert.

Am alten ZCOM-Standort im Lautech-Gebäude im Industriegelände Hoyerswerda war die C 8033 wie einige Personalcomputer schon manchmal in Aktion zu erleben gewesen. Horst Tschiedel ist froh, das Gerät nun auch im Haus Bonhoeffer-Straße in Betrieb zeigen zu dürfen. Per mechanischer Schreibmaschine werden Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen eingegeben. Entweder handelt es sich dabei um normale Daten oder in Maschinencode geschriebene Rechnerprogramme, erfuhr das junge Dresdener Ehepaar Britt und Stefan Nowaczyk bei der Vorführung.

Elektronikbaugruppen digitalisieren die Informationen und ihre Ausgabe erfolgt ratternd über den Lochstreifenstanzer. Wer wollte, konnte die auf Lochstreifen codierten Ziffern 0 bis 9 mitnehmen.

Nowaczyks waren eigentlich wegen der Gundermann-Party nach Hoy­erswerda gekommen, besuchten aber auch das ZCOM. Denn Stefan Nowaczyk programmiert und wartet beruflich sicherheitstechnische Anlagen.