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Zum Geburtstag ein paar Voltigier-Vorführungen

Glückwunsch für einen Vollblut-Pferdefreund: Werner Kahlert samt Schülerinnen Sandra und Jaqueline.
Glückwunsch für einen Vollblut-Pferdefreund: Werner Kahlert samt Schülerinnen Sandra und Jaqueline. FOTO: Foto: privat
Bernsdorf.. Gleich in der ersten Ferienwoche hieß es zeitig aufstehen. Jedenfalls für Jaqueline Mietasch und Sandra Kutter von der Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda. Sie sattelten ihre Pferde. Die Farm betreibt das Christlich-Soziale Bildungswerk, kurz CSB. Foto: privat

Grund des frühen Tagesbeginns: Der ehrenamtliche Reitlehrer auf der Farm Werner Kahlert wird siebzig Jahre alt.
Der Ehrentag ist für Werner Kahlert ein Überraschungstag: Durch das Hintertor seines Hauses in Bernsdorf reiten heimlich Jaqueline und Sandra auf zwei Pferden in den Hof. Das ist vielleicht ein großes Hallo! „Ich habe ja schon eine Menge erlebt, aber sowas . . .“ , ist der Jubilar gerührt.
Unzählige Gratulanten haben sich angesagt. So auch CSB-Geschäftsführer Peter Neunert und natürlich die Kollegen von der Farm. Die Kin der- und Jugendfarm ist mit den beiden Reiterinnen unter allen Gästen nicht zu überbieten. Jaqueline und Sandra voltigierten mit den Farmpferden Hansi und Flori. „Die Mühle, die Fahne, die Schere, die Grätsche, Schulterhandstand und kniend reiten haben wir geübt“ , sagen die beiden stolz.
Dank seines Enkels wird die Seniorenzeit für Jubilar Kahlert nicht langweilig. Der Junge wusste von Farmbesuchen, dass ein Reitlehrer gesucht wird. „Da muss ich mal mit Opa reden“ , waren seine Worte auf der Farm. Das war 1992.
Seitdem ist Werner Kahlert auf der Farm für Pferdesport interessierte Kinder und Jugendliche ein unabkömmlicher Freund und Ratgeber. Er hat alle Pferde eingekauft, die Reitsportgruppe mitbegründet und betreut kontinuierlich das Freizeit-Reitangebot. Jeden Dienstag und Donnerstag lernen die jungen Leute von ihm, was ein angehender Reiter wissen sollte.
Geboren wurde Werner Kahlert in Waltersdorf bei Zittau. Er lernte Agronom von 1948 bis 1951. Der Landwirtschaft blieb er sein Leben lang treu, arbeitete auf dem Volksgut Koitzsch, in Schmorkau, beim Kreislandwirtschaftsrat Kamenz. Auf Reitlehrer-Übungsleiter-Lehrgängen erwarb er weiteres Wissen. Sein Credo auf der Farm lautet: „Die Jugendlichen sollen selbstständig werden. Bei der Stallarbeit, bei der Pferdepflege und im Unterricht.“ Viele Kinder und Jugendliche hat er seitdem ein Stück bei ihrer sinnvollen Freizeitbeschäftigung begleitet. Ein echter Vollblut-Pferdefreund eben. (red)