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Zukunftsplan für neue Ufer an alten Seen

Lohsa/Hoyerswerda. Der neue Zukunftsplan für die alten Tagebaurestseen, die zwischen Knappenrode und Lohsa einst aus den Werminghoffschen Kohlegruben entstanden sind, wird jetzt geschmiedet. Der Freistaat Sachsen hat den Fördertopf für den Masterplan Knappensee geöffnet. Kathleen Weser

Und der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen (LSS) hat in der vergangenen Woche ein Planungsbüro beauftragt. Mögliche Entwicklungen für den Silbersee und dessen großen Nachbarn, den Dreiweiberner See, sollen betrachtet werden. Der Knappensee, an dem zahlreiche langjährige Nutzer für die aktuelle Nachsanierung überraschend das Feld noch einmal räumen mussten, ist eine große Aufgabe. Auch das Anbinden des Graureihersees an die Energiefabrik, die zum Erlebnismuseum umgestaltete alte Brikettfabrik Knappenrode, wird ausgelotet. Das hat Seenlandplaner Heiko Nowak vom Zweckverband LSS bestätigt. Die Ergebnisse sollen im ersten Quartal des nächsten Jahres vorliegen. Der Zeitplan ist knapp, weil der Nutzungsdruck stark ist und wächst. Die bergtechnische Sanierung schreitet voran und auf das Finale zu. Deshalb soll Klarheit her zu den alten neuen Ufern in der Lausitzer Bergbaufolgelandschaft. Denn Effekte der Sanierung sollen mit dem Blick auf nachfolgende Investitionen geschickt genutzt werden, um Kosten zu sparen. Betrachtet werden nun von Experten alle Entwicklungen im kleinen Seenland, dessen Gewässer möglichst für muskelbetriebene Wassergefährte schiffbar verbunden werden sollen. "Ziel ist es auch, Naherholung und Tourismus zu entflechten, um Konflikte zu vermeiden", sagt Heiko Nowak.

Zum Thema:
Der Weg der alten Tagebau-Restseen zu neuen Ufern ist das Thema der RUNDSCHAU-Diskussion "Vor Ort" am Mittwoch, 21. Juni, 18 Uhr in der Gaststätte "Zum weißen Ross" in Lohsa. Bürgermeister Thomas Leberecht, Seenland-Verbandsgeschäftsführer Daniel Just und Sanierungsexperte Gerd Richter stellen sich in der öffentlichen Gesprächsrunde der Frage: Wie können Knappensee, Silbersee & Co. im neuen Lausitzer Seenland ihren Platz finden? Die Bürger sind aufgefordert, Erwartungen und Wünsche einzubringen.