Der Knatsch um die Sachsen-Züge auf vier Strecken um Dresden geht weiter. Per Sonderkündigungsrecht ist nach 72 Stunden Stillstand auf den vier Schienenwege der Vertrag mit der Städtebahn Sachsen als Verkehrsdienstleister im Großraum Dresden gekündigt worden. Christan Schlemper, der Sprecher des Verkehrsverbundes Oberelbe, bestätigt das am Wochenende. Denn die Personenzüge müssten wieder sicher aufs Gleis gebracht werden.

Pendler in Richtung Altenberg und Sedlitz, Kamenz und Königsbrück (Kreis Bautzen) sind hauptsächlich betroffen und Reisende gen Süden. Die Seenlandbahn indes ist nur ein saisonales Angebot für Touristen.

Notvergabe geplant

Seit den frühen Morgenstunden des Donnerstags vergangener Woche sind die Städtebahnen zwischen Dresden, Kamenz und Königsbrück sowie nach Altenberg und Sebnitz nicht gefahren. Der Verkehrsverbund Oberelbe strebt jetzt schnell eine Notvergabe dieser Verkehrsleistungen an einen anderen Bahn-Anbieter an. Innerhalb von Wochen.

Auf den vier mit Personenzügen nun nicht befahrenen Bahnstrecken des Dieselnetzes werden derzeit Busse eingesetzt, um den Reisenden und Berufspendlern ein Beförderungsangebot zu unterbreiten – für den Sommersaison-Tourismus ins Herz der neuen Lausitzer Seenkette kommt eine Notvergabe zu spät. Diese kann für zwei Jahre erfolgen.

Seenlandbahn steht ohne Züge da

Die Städtebahn Sachsen begründet die Zugausfälle damit, dass der Vermieter ihrer 16 Züge den Mietvertrag gekündigt habe. Zuvor war darum gestritten worden, wer die Wetter-Schäden an den Zügen durch umgestürzte Bäume bezahlen müsse. Die Städtebahn Sachsen hatte der Deutschen Bahn auch vorgeworfen, ihrer Pflicht zur Instandhaltung der Gleise nicht nachzukommen.

Die Verkehrsleistung selbst indes war in diesem Jahr stabil erbracht worden, bestätigt der Verkehrsverbund. Nach Problemen im Vorjahr. Damals fehlten zeitweise Lokführer.