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| 13:24 Uhr

Zoo Hoyerswerda
Zoo plant ein neues Gehege für Leoparden

Eugène Bruins an dem Briefkasten, wo Zoobesucher die Schätzfrage beantworten können.
Eugène Bruins an dem Briefkasten, wo Zoobesucher die Schätzfrage beantworten können. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Die Tiere sollen ein größeres Zuhause bekommen. Die Hoyerswerdaer können sich mit Spenden beteiligen. Von Katrin Demczenko

Seit 2011 wandelt sich der Zoo Hoy­erswerda in einen Geozoo. Als bisher letzter Schritt sind im Juni die Kamele, Lamas und Esel in ihr neues geräumiges Gehege gezogen. Nun wird vorbereitet, dem Chinaleoparden-Pärchen ein größeres Zuhause zu geben, das den aktuell gültigen gesetzlichen Anforderungen zur Haltung dieser Tierart entspricht, sagt der Leiter des Zoos, Eugène Bruins. Die Raubkatzen werden die ehemalige Löwenanlage beziehen. In deren einer Hälfte leben momentan der Ouessantschafbock Willi mit seiner Familie sowie einige Blaupfaue, in der anderen, jenseits des Stalles, die Amurtigerin Irina.

Da der Umbau eines Geheges naturgemäß nicht wenig Geld kostet, wird neben den Hauptsponsoren auch die Bevölkerung auf verschiedene Weise um Spenden gebeten. Jeder Zoobesucher kann zum Beispiel anstatt einer normalen Eintrittskarte ein Leopardenticket kaufen, das einen Euro teurer ist, erklärte Eugène Bruins. Der moderate Aufschlag fließt in das Gehege, das bald an die den Chinaleoparden entsprechenden Lebensbedingungen angepasst wird. Vor jener Anlage, in der die Raubkatzen jetzt noch leben, steht eine Box mit Briefumschlägen und einer Schätzfrage: Wie viele Flecke hat ein Leopard auf seinem Fell? Auf dem Umschlag sind der Name des Teilnehmers und die geschätzte Fleck-Anzahl zu vermerken und in das Kuvert gehören mindestens zwei Euro. Wer mit seiner Schätzung der Wahrheit am nächsten kommt,  wird eine Jahreskarte für den Zoo erhalten. Spender können auch über einen Teil der neu zu bauenden Leopardenanlage eine Patenschaft übernehmen oder sich an einer Crowdfunding-Aktion beteiligen, die demnächst beginnt.

Chinaleoparden sind in ihrem natürlichen Lebensraum stark gefährdet. Daher denkt der Zoo über ihre Zucht nach, um die Erhaltung dieser Art zu untertützen, sagt Eugène Bruins.