Doch was wird eigentlich aus Bärin Sussi, die Anfang Januar im Zoo Hoyerswerda eingeschläfert werden musste?

"Sussi war einfach zu alt. Darunter hat auch das Fell gelitten. Es war deutlich zu sehen, dass sie kein junges Mädchen mehr war", erklärt die zoologische Kuratorin Kathrin Witzenberger. Das Präparieren koste für einen Bären etwa 4000 Euro und das zerzauste und von den Krankheiten geschundene Fell hätte als Präparat einfach keine Wirkung mehr gehabt, wie Kathrin Witzenberger erklärt. "Ihre Überreste sind deswegen an die Landesuntersuchungsanstalt nach Dresden geschickt worden. Dort wird jedes tote Tier hingeschickt und noch einmal auf seine Todesursache und Krankheiten untersucht." Außerdem sei es für den Zoo interessant zu erfahren, welche Krankheiten Sussi hatte und was ihr am Ende wirklich gefehlt hat. Die Landesuntersuchungsanstalt kümmere sich nach der Untersuchung der Bärin außerdem noch um ihre Beseitigung, so Kathrin Witzenberger.

Der Zoo Hoyerswerda hat selbst nur wenige Präparate. "Wir haben mal einen ausgestopften Wellensittich geschenkt bekommen", erzählt Kathrin Witzenberger schmunzelnd. Die Spende sei von einer Privatperson gewesen, die es zu schade fand, den Vogel einfach wegzuschmeißen. "Ansonsten sind noch einige Präparate im Schloss, die wir zurzeit sichten. Im Zoo selbst haben wir aber keine." Es ist jedoch geplant, Präparate besonders für die Zooschule anzuschaffen. Bisher seien dort nur Schädel-Abgüsse zu sehen, auch von einem Bären. "Ob die Präparate dann von unseren Tieren kommen oder wir sie bereits fertig kaufen, wird zu gegebener Zeit individuell entschieden."