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| 14:19 Uhr

Zirkusworkshop
Reifentanz im Zirkuszelt

Beim Zirkusworkshop der Jugendfarm Hoyersewrda haben Mädchen auch mit Reifen geübt.
Beim Zirkusworkshop der Jugendfarm Hoyersewrda haben Mädchen auch mit Reifen geübt. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Eine Woche lang haben Ferienkinder bei der Hoyerswerdaer Farm für ihren Auftritt geübt. Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda Ein neues Hobby entdecken – auch dazu sind Ferien da. Deshalb läuft auf der Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen ein Sommerzirkus-Workshop. Rund 40 Kinder haben diese Woche mitgemacht bei den „Lausitzer Jumping Smileys“. Sie übten trotz der Hitze mit sechs Zirkuspädagogen Parterreakrobatik, Clownerie, Kunststücke mit Reifen, Diabolos und vieles mehr.

Alina gehört zur Diabolo-Gruppe von Trainer Thomas Dieß aus Cottbus und hat schon erste positive Erfahrungen mit diesem Jongliergerät gesammelt. „Das war an meiner Grundschule“, erzählt das Mädchen, das auf diese Weise an zirzensische Künste herangeführt worden ist. Nun hat sich die Wittichenauerin für den Workshop angemeldet, um mehr zu lernen. Sie kann schon das Diabolo am Boden andrehen und in der Schnur hängend antreiben. Nun will sie das Hochwerfen und Fangen üben.

„Auffangen müsst ihr es mit gespannter Schnur“, erklärt Thomas Dieß, „und wenn ihr das Diabolo danach mehrmals auf der straffen Schnur hüpfen lasst, könnt ihr einen Trick, den Floh.“ Einfühlsam und in Ruhe gibt der Zirkuspädagoge jedem Kind genau die Hilfe, die es braucht, um das Jongliergerät besser beherrschen zu lernen. Gefestigte Grundkenntnisse bei jedem schaffen die Basis dafür, dass die Gruppe erfolgreich auftreten kann, erklärt Thomas Dieß.

Unterdessen bauen im Zirkusraum der Jugendfarm die Parterreakrobaten mit ihrer Trainerin Nadine Stellmacher aus Finsterwalde ihre erste „lebendige“ Pyramide und neun Mädchen üben im gelb-weißen Zirkuszelt mit Reifen einen Tanz. Die Mitarbeiterin der Kinder- und Jugendfarm Swetlana Richter erarbeitet mit ihnen die Choreografie zu sanfter Geigenmusik und alle Tänzerinnen bewegen sich schon am zweiten Trainingstag elegant durch die Manege.

Die 16-jährigen Leonie, die schon lange begeistert an Zirkusprojekten teilnimmt, führt die Gruppe und gibt so vor allem Neulingen wie Nieke Sicherheit. Die zierliche Grundschülerin ist froh, zuerst diese vergleichsweise einfache Reifenübung zu erlernen und erzählt, dass ihre Gruppe noch das Springen auf dem Trampolin und über mehrere Bambusstäbe üben wird. Sie freut sich wie alle Teilnehmer darauf, am Freitag geschminkt und in hübschen Kostümen vor Publikum zu zeigen, was sie in einer Woche Training gelernt hat. Am 3. August um 16 Uhr ist dieser Auftritt im Zirkuszelt auf der Wiese der Kinder- und Jugendfarm.

Damit alle Jungartisten ihre zirzensischen Fähigkeiten in Ruhe trainieren können, beantragt die Farmleiterin Liane Semjank seit Jahren Geld aus dem Programm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Sommerzirkus-Workshopwoche ebenso wie die folgenden in den Herbst- und Frühjahrsferien des Schuljahres 2018/19 unter dem Motto „Lausitzer Jumping Smileys“ werden finanziert vom Unterprogramm „Künste öffnen Welten“.

Im neuen Schuljahr laufen auch die je sechs Monate dauernden Artistentrainings des „Kinderzirkusvarieté – Hoywoy“ mit den bewährten Partnern Christliche Schule Johanneum, Hoyerswerdaer Karneval Club Gelb-Blau 1997 sowie Heimat- und Kulturring Wittichenau - Kulow weiter. Sie werden finanziert aus dem Unterprogramm „Zirkus macht stark“.