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| 02:51 Uhr

Zeitzeugen sprechen über ihre Haft

Bautzen. Mit 45 Zeitzeugen und damit so vielen wie bislang noch nie lädt die Gedenkstätte Bautzen am kommenden Sonntag zum Tag des offenen Denkmals ein. Bislang haben sich 45 ehemalige politische Häftlinge angemeldet, um über ihre Haftzeit im Speziallager Bautzen, in der DDR-Strafvollzugseinrichtung Bautzen I oder in der Stasi-Sonderhaftanstalt Bautzen II zu berichten, heißt es vonseiten der Gedenkstätte. js

Alle am kommenden Sonntag anwesenden Zeitzeugen wurden von sowjetischen Militärtribunalen oder DDR-Gerichten aus politischen Gründen verurteilt und verbrachten viele Jahre ihres Lebens zu Unrecht hinter Gittern, so Sven Riesel von der Gedenkstätte Bautzen.

Erstmalig würden gemeinsam mit dem Opferverein Bautzen Komitee und dem Opfer-, Förder- und Dokumentations-Verein Bautzen II über den gesamten Tag des offenen Denkmals ein Bus-Shuttle zwischen der Gedenkstätte Bautzen und der Gräberstätte "Karnickelberg" angeboten. Ein Gräberfeld und eine Gedenkkapelle erinnern an die Toten des Speziallagers Bautzen.

Neben Zeitzeugengesprächen und -führungen in der Gedenkstätte Bautzen berichten Dokumentarfilme von der Unterzeichnung des Grundlagenvertrages vor 40 Jahren und den damit einhergehenden Wandel der deutsch-deutschen Beziehungen und der Haftbedingungen in Bautzen II.

Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 9. September, 10 bis 17 Uhr, Gedenkstätte Bautzen, Weigangstraße 8a, Bautzen.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.