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Zeit des Abschiednehmens beginnt

Erhard Rensch zeigt Sachen des Natz, bei denen überlegt wird, ob sie ins Bürgerzentrum mitgenommen werden können.
Erhard Rensch zeigt Sachen des Natz, bei denen überlegt wird, ob sie ins Bürgerzentrum mitgenommen werden können. FOTO: Katrin Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Was kommt mit? Was kommt weg? Kulturfabrik und Natz werden im September an die Braugasse ziehen. Doch da Lagermöglichkeiten fehlen, muss man sich im Naturwissenschaftlich-Technischen Zentrum (Natz) von dem einen oder anderen trennen. Ein Flohmarkt ist geplant. Einen neuen Ort sucht aber auch die Töpfergruppe der Kulturfabrik (Kufa). Katrin Demczenko / dcz1

Anfang September sollen die Kulturfabrik und das Naturwissenschaftlich-Technische Kinder- und Jugendzentrum endlich das neue Bürgerzentrum am Markt in Besitz nehmen. Bis dahin ist noch der Innenausbau des Hauses abzuschließen und die künftigen Nutzer müssen ihren Umzug organisieren. Dazu gehören für sie auch Überlegungen, welche Angebote wie am neuen Ort realisiert werden können und was sich verändern wird.

Kufa-Geschäftsführer Uwe Proksch weiß schon genau, dass die Medienwerkstatt, der Bandproberaum und das Blow Up-Kino mit umziehen und alle Theatergruppen ihr Domizil auf dem ausgebauten Dachboden bekommen. Im Kreativraum für die Malkurse wird die Kinder-Töpfergruppe mit einziehen und einen kleinen Brennofen nutzen. Einen Partykeller wird das Haus am Markt zwar nicht haben, dafür aber ein Café, das dauerhaft betrieben wird und Besucher auch während der Saalveranstaltungen versorgt. Die 24-köpfige Erwachsenen-Töpfergruppe könne leider aus Platzgründen nicht mit ins Bürgerzentrum ziehen und suche dringend einen neuen Raum, sagt Uwe Proksch. Er bietet an, dass die Gruppe wie der Indoor-Spielplatz aber weiter zur Kufa gehören könnte.

Da das Haus am Markt nicht unterkellert ist und sowohl Kufa als auch Natz Lagermöglichkeiten außerhalb der Arbeitsräume brauchen, werden im Außenbereich insgesamt fünf Container aufgestellt. Trotzdem sei ein Umzug aber auch mit Wegwerfen und mit dem Veräußern nicht mehr gebrauchter Gegenstände verbunden, deutet Proksch ein Aussortieren an.

Ein Flohmarkt sei nach der erfolgreichen Aktion 2014 noch mal angedacht, sagt auch Natz-Einrichtungsleiterin Dana Küchler. Ihr Ziel und das ihrer Mitarbeiter bestehe vor allem darin, dass alle Hauptangebote mit umziehen. Die Bereiche Elektrik/Mechatronik, Holzwerkstatt, Mineralienbearbeitung, Modellbau, Informatik sowie die Aquarien und Terrarien gehören dazu und werden in sechs Räumen Platz finden. "Die inhaltliche Arbeit wird sich im Bürgerzentrum bedarfsorientiert nach den Wünschen der Kinder richten", sagt Dana Küchler. Sie hofft, dass ihrer Einrichtung die zentrale Lage in der Altstadt und die modernen Räume helfen, mehr als die bis jetzt jährlich 12 000 Besucher zu erreichen. Und sie hofft auf eine Zusammenarbeit mit der Kufa, die vielleicht zu neuen Veranstaltungsformaten führt.