"Die Hilfsbereitschaft ist unglaublich groß", findet Maren Düsberg vom Bernsdorfer Mehrgenerationenhaus (MGH). Innerhalb von zwei Wochen hätten das Haus zahlreiche Spenden für die ersten Flüchtlingsfamilien erreicht. Möbel, Geschirr bis hin zu Kleidung haben Bernsdorfer und auch Hoyerswerdaer zur Verfügung gestellt. Nach Bedarf wolle man die Spenden verteilen. "Eine ältere Dame, die bei der sozialen Betreuung mitarbeiten will, hat sich auch schon bei uns gemeldet", erklärt Maren Düsberg weiter.

Sobald die Flüchtlingsfamilien in Bernsdorf angekommen sind, soll das MGH die erste Anlaufstelle sein. Die soziale Betreuung wolle man ab Januar offiziell übernehmen. Derzeit würden die Pläne und Angebote konkretisiert. Fest steht aber bereits, dass es ein gemeinsames Willkommenstreffen im Mehrgenerationenhaus geben wird.

Die Unterbringung der insgesamt zehn Familien wird dezentral in Wohnungen der Bernsdorfer Wohnungsbaugesellschaft (BWG) in der Ernst-Thälmann-, Pestalozzi-, Dresdener Straße sowie im Fritz-Kube-Ring erfolgen. Dort hätten nach Auskunft von Maren Düsberg bereits zahlreiche Nachbarn ebenfalls ihre Hilfe in Form einer möglichen Patenschaft angeboten.

Auch bei den Vorbereitungen der einzelnen Wohnungen in Bernsdorf seien vonseiten der BWG nach Auskunft von Chefin Evelyn Hahn die Sachverhalte geklärt. Ein Bezug soll bis Mitte Dezember erfolgen. "Mit der Einrichtung der Wohnungen wird diese Woche durch eine Firma begonnen", erklärt der Sprecher des Bautzener Landratsamtes, Gernot Schweitzer. Die Familien werden unter anderem aus dem Irak, Russland und Libanon kommen.